Nr. 315    Erscheinungtermin: 01.03.2026
Transformation
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Transformation - Die soziale und ökologische Wucht des notwendigen Umbaus
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76 Seiten
März 2026
Preis: 5,00 EUR



Inhaltsverzeichnis
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Wie dringend es ansteht, all das zu überwinden, was absehbar auf ein Desaster hinausläuft, das spüren eigentlich alle, die noch einigermaßen ihre Sinne beieinander haben. Von vielen Seiten ist der Ruf nach Transformation zu hören.

Was jeweils damit gemeint ist, das kann allerdings weit auseinandergehen. Deswegen lassen wir unseren Themenschwerpunkt mit einem Beitrag beginnen,der begründet, warum es nicht ausreichend ist, wenn mit diesem Begriff allein der Versuch bezeichnet wird, Wirtschaftszweige zu dekarbonisieren. Bei allem Respekt, den wir vor der gewaltigen Herausforderung haben, sich der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu entledigen, scheint uns einleuchtend, dass die Befreiung von derLogik der Kapitalverwertung eine unabdingbare Voraussetzung für „das gute Leben für alle“ ist.

Wer kann sich so etwas wie Klimaschutz leisten? Stimmt es, dass die Bereitschaft dafür, grundlegende Veränderung überhaupt in Betracht zu ziehen, von der sozialen Lage abhängt? Ein ausführliches Interview setzt sich mit der Frage auseinander, ob Zuschreibungen, die sich in den Polarisierungen der Ampel-Jahre verfestigt haben, wirklich angemessen sind. „Heutzutage kommen die Blockaden gegen Klimapolitik aus der wohlhabenden Mitte.“ ist eine der Feststellungen darin.

Wie eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung auch aussehen könnte, davor warnt der Beitrag zum „Digitalen Faschismus“. Der Autor beschreibt ein Bündel an Ideologien, die er als techno-faschistoid bezeichnet. Ist das wirklich eine Veränderung? Nein, meint der Autor des nächsten Artikels, eigentlich nicht. Er sieht in der Entwicklung die post-kapitalistische Zuspitzung der bestehenden Verhältnisse.

Eher für eine politische Praxis als für theoretische Einordnungen geschrieben ist ein Handbuch für radikale Transformation, aus dem wir zwei Auszüge vorstellen. Die Autor*innen holen dann aber doch ein bisschen aus, wenn sie der Frage nachgehen, warum die zerstörerische Normalität der imperialen Lebensweise so normal erscheint.

Abgerundet wird der Themenschwerpunkt durch ein Interview mit einem japanischen Marx-Philosophen, der erforscht, wie seine Idee des Degrowth-Kommunismus umgesetzt werden könnte.

Was das alles mit unserem Grundanliegen „anti-Atom“ zu tun hat, das wird deutlich in den folgenden Rubriken. Noch berichten wir vor allem über Pläne und Projekte; die ganzen „fortschrittlichen Reaktortypen“, die permanent durch die Medien geistern, existieren bislang nur virtuell. Ganz real sind allerdings die ungeheuren Geldmengen, die zunehmend investiert werden – selbst in die unglaublichsten Projekte. Statt endlich einem „ganz anderen Ganzen“ nähern wir uns bedrohlich einem Roll-Back.

Links führen zu den ausgewählten Texten.
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