Atomprofit hat viele Namen.

Areva ist einer davon!
(andere die ihrer vielen Zulieferfirmen)

von aaaRed

Areva - ein global player
im Atomgeschäft

Trotz der Havarie in Fukushima und den verheerenden Folgen und Auswirkungen geht das Atomgeschäft weiter. Hier bei uns und weltweit. Ein wichtiger Akteur in diesem weltweitem Geschäft - vom Uranabbau bis hin zur Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente - ist Areva. Die Geschäfte von Areva laufen gut - trotz oder vielleicht sogar wegen Fukushima. Nicht unbedingt in Deutschland, aber aus Deutschland heraus. Areva exportiert Sicherheits- und Diagnosetechnologie und hilft bei Umrüstung und Rückbau bestehender Anlagen. Mit Erfolg. Knapp eine Milliarde Euro betrug der Umsatz der Sparte Nuklear 2012 laut Unternehmensangaben.

In Japan ist Areva
seit 40 Jahren präsent.

AREVA-Plutonium tötet in Fukushima. Ein Teil der Strahlung, der in Japan Menschen tötet, stammt vom französischen Atomkonzern AREVA. Der zerstörte Reaktor Fukushima 3 wurde mit extrem gefährlichen Plutonium-Brennelementen (MOX) aus Frankreich betrieben. Der französische Atomkonzern AREVA lieferte die MOX-Brennelemente nach Fukushima. In der Stadt Okuma, rund 1,7km vom Haupttor des AKW Fukushima entfernt, wurden Spuren von hochgiftigem Plutonium im Erdreich entdeckt. Nach der Havarie in Fukushima "verschiebt" Areva eine vorgesehene Lieferung von Kernbrennstoff in den havarierten japanischen Atommeiler Fukushima. Bereits im März 2013 liefert Areva (Frankreich) wieder Mox-Brennelemente per Schiff nach Japan für das AKW Ohi. Im Juli 2012 waren Reaktor 3 und 4 dieses AKWs trotz heftigen Protests der Bevölkerung wieder ans Netz gegangen.

Im Moment liefert Areva Technik und Know-how, um die stillgelegten AKWs wieder in Betrieb nehmen zu können und ihre Laufzeiten zu verlängern. Die französische Areva-Gruppe und die Japan Nuclear Fuels Ltd. (JNFL) unterzeichneten am 7. Juni 2013 ein strategisches Abkommen zur Zusammenarbeit bei der kommerziellen Inbetriebnahme der Wiederaufarbeitungsanlage Rokkasho. Areva wird die JNFL gemäss Vertrag auch beim Bau der Mischoxid-Brennstofffabrik J-Mox in Rokkasho unterstützen, deren Technologie auf derjenigen der Fabrikationsanlage Melox für Mischoxid-Brennstoff (Mox) in Frankreich basiert. Außerdem beteligt sich Areva bei der Entwicklung von " Lösungen, um das AKW und die Region Fukushima zu rehabilitieren".

Quellen:
externer Link mitwelt.com/areva.html
externer Link sfenjg.org/IMG/article_PDF/article_a165.pdf
externer Link nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/japan-areva-hilft-bei-wiederaufarbeitung-rokkasho



Areva Deutschland

  • Integriertes Leistungsspektrum:
  • Uran-Prospektion, -Bergbau und -Aufkonzentration
  • Uran-Konversion und -Anreicherung
  • Entwicklung und Fertigung von Brennelementen
  • Auslegung und Bau von Reaktoren
  • Produkte und Dienstleistungen für Betrieb, Instandhaltung, Sicherheit, Modernisierung und Leistungserhöhung von AKWs
  • Wiederaufarbeitung verbrauchter Brennelemente und Rezyklierung von spaltbarem Material
  • Projekt-Management und Unterstützung bei Arbeiten mit Strahlenexposition
  • Dekontamination und Rückbau kerntechnischer Einrichtungen sowie Standort-Sanierung
  • Dienstleistungen im Bereich Logistik und Transport kerntechnischer Materialien
  • Areva Kunden: Betreiber von AKWs, Forschungsreaktoren und kerntechnischen Standorten

Atomtechnik von Areva aus Deutschland kommt in Projekten auf der ganzen Welt zum Einsatz. Vom Standort Deutschland aus werden die Märkte Zentraleuropa und Nordeuropa betreut. Dazu gehören neben Deutschland auch Bulgarien, Finnland, die Niederlande, Polen, Rumänien, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Darüber hinaus sind Mitarbeiter der deutschen AREVA-Standorte in Projekten auf der ganzen Welt aktiv, zum Beispiel in Olkiluoto 3 in Finnland, Tianwan 3 und 4 in China (Lieferung von Sicherheitsleittechnik) sowie Angra 3 in Brasilien. Das Geschäftsgebiet Reaktoren & Service plant und baut Reaktoren für AKWs und Forschungsreaktoren sowie Nuklearantriebe für Schiffe. Es bietet Produkte und Dienstleistungen für die Instandhaltung, Modernisierung, Lebensdauerverlängerung und Leistungserhöhung laufender AKWs oder für den Weiterbau von Anlagen. Weitere Aktivitäten sind die Fertigung von Großkomponenten und nukleare Messtechnik.

AKWs in Deutschland und auch weltweit arbeiten mit AREVAs digitaler Sicherheitsleittechnik TELEPERM®XS. Diese moderne Sicherheitsleittechnik kommt in allen Neubauprojekten zum Einsatz (z.B. auch bei dem AKW-Projekt Jaitapur in Indien). Auch bei neueren Rosatom-AKWs wird diese Technnik verwendet und und bei älteren AKWs nachgerüstet.

Allein am Stammsitz in Erlangen arbeiten rund 3.300 Mitarbeiter: Damit ist Erlangen nicht nur der größte AREVA-Standort außerhalb Frankreichs, sondern sogar AREVAs größter Engineering-Standort weltweit. Weitere Standorte befinden sich in Offenbach am Main und Karlstein am Main. In Erlangen existiert mit dem Leittechnik-Forum und dem daran angeschlossenen Prüffeld für Hard- und Software verfügt AREVA am Standort Erlangen über die weltweit größte Testeinrichtung der Welt für Betriebs- und Sicherheitsleittechnik in AKWs. In der europaweit einzigartigen Primärkreislaufversuchsanlage (PKL) in Erlangen können Untersuchungen zum thermohydraulischen Verhalten von Druckwasserreaktor-Anlagen unter Störfallbedingungen durchgeführt werden.. In Karlstein am Main werden Großversuche zur Komponentenqualifikation und für die Weiterentwicklung und Sicherheitsforschung in der Siedewasserreaktortechnik durchgeführt. Offenbach ist nach Erlangen der zweitgrößte Standort von Areva in Deutschland. Schwerpunkte hier sind Ingenieurleistungen für die Systemtechnik von Siedewasserreaktoren, für den Bau von Reaktoren und für Elektro- und Leittechnik sowie alle dazu gehörigen Vertriebsleistungen.

Areva:
Paul-Gossen-Straße 100, 91052 Erlangen
Kaiserleistraße 29, 63067 Offenbach
Seligenstädter Straße 100, 63791 Karlstein
externer Link de.areva.com



Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF)

Der Hauptsitz befindet sich in Lingen. Hier werden seit über 30 Jahren Brennelemente für Druckwasserreaktoren und Siedewasserreaktoren in Deutschland und in weiteren europäische Länder hergestellt. Insgesamt arbeiten rund 640 Mitarbeiter an den drei Standorten Lingen, Duisburg und Karlstein bei der ANF. In Karlstein werden Kopf- und Fußstücke, Abstandhalter und weitere metallische Komponenten für die Brennelementfertigung produziert.

In der Brennelementefabrik in Lingen werden bis zu 650 Tonnen Uran pro Jahr zu Brennelementen verarbeitet. Außerdem hat das Werk die Genehmigung, für bis zu 800 Tonnen Uran pro Jahr Konversionsleistungen zu erbringen. Gleichzeitig liefert Lingen Uran-Pulver und -Tabletten an Schwesterfirmen im Ausland.

In Duisburg entstehen Hüll- und Strukturrohre für die Brennelementfertigung in Lingen. Außerdem exportiert das Werk nach Frankreich, Fernost und Nordamerika.

ANF:
Am Kieswerk, 63791 Karlstein
Am Seitenkanal 1, 49611 Lingen
Wörthstr. 173, 47053 Duisburg.



Arevas Zulieferfirmen

Etwa 2000 Firmen und Betriebe beliefern Areva und sind somit am Atomgeschäft hier und weltweit beteiligt, 141 wurden als Areva-Toplieferanten ausgezeichnet.Zwei davon werden hier schon mal gennant:

KAEFER
Seit 30 Jahren liefert und installiert KAEFER Wärmeisolierungen und Brandschutz in Areva-AKWs.

KAEFER Isoliertechnik Gmbh & Co. KG
BürgermeisterSmidtStraße 70
28195 Bremen
externer Link kaefer.com

KSB
Entscheidender Faktor für die Auszeichnung ist die Qualität der KSB-Pumpen.

KSB Aktiengesellschaft
Johann-Klein-Straße 9, 67227 Frankenthal
externer Link ksb.com

Atomprofiteure stilllegen! I

Internationale Solidarität mit den Menschen in Fukushima, mit den antiAtom-AktivistInnen in Indien, die an verschiedenen geplanten AKW-Standorten Widerstand leisten und mit anderen antiAtom Gruppen weltweit bedeutet auch, die internationalen Verknüpfungen im Atomgeschäft ausfindig zu machen, in die Öffentlichkeit zu tragen und sichtbar zu machen, durch Informationen und viele dezentrale Aktionen überall vor Ort.

Das bedarf noch viel Recherchearbeit über die vielen Zulieferfirmen von Areva im gesamten Bundesgebiet. Wir wünschen uns, daß viele Gruppen und Einzelpersonen sich daran beteiligen und uns ihre Rechercheergebnisse mitteilen. Wir werden sie sammeln und zusammenstellen und regelmäßig veröffentlichen, damit das Netz der Atomprofiteure auch Namen, Gesichter und Orte bekommt.

Atomprofiteure stilllegen - hier und anderswo!

 

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