Japan: Okama
Präfektur Fukushima -


Zentrales Zwischenlager für Atommüll in Betrieb

In Okuma/Futaba, nahe am havarierten AKW Fukushima Daiichi hat Ende Oktober ein neu errichtetes großes Atommüllzwischenlager seinen regulären Betrieb aufgenommen. Es dient vorwiegend für die Lagerung von radioaktiven Abfällen, die bei den Dekontaminierungsarbeiten anfallen. Es handelt sich vor allem um abgetragenes Erdreich, Laub und Pflanzen. Die Anlage soll bis zu 30 Jahre lang in Betrieb bleiben.

Die vereinzelten Deponien, die überall in der Präfektur Fukushima zu finden sind, sollen nun nach und nach aufgelöst werden und der radioaktive Abfall in das neu errichtete Zentrallager transportiert werden. Dort werden Abfälle je nach Höhe der Strahlungsdosis getrennt eingelagert.. Um das Volumen zu reduzieren, sollen organische Abfälle wie Bäume und Pflanzen verbrannt werden, so dass "nur" die Asche eingelagert werden muss.

Der strahlende Müll wird auf ungefähr 22 Millionen Kubikmeter geschätzt. Dies übersteigt die Kapazität der jetzigen Anlage ums Vielfache.

Das Problem dabei liegt am Kauf der Grundstücks. Die Regierung konnte bisher gerade einmal 40% der eigentlich benötigten Fläche erwerben. Bis 2020 sollen dort etwa 1,8 Mio. m³ eingelagert werden Doch die restlichen 60% werden dringend gebraucht. Schließlich können die überschüssigen 13 Millionen Kubikmeter radioaktiven Abfalls nicht über die gesamte Präfektur verteilt verbleiben. Außerdem vermuten die Anwohner, dass die Lagerstätte auch ein Endlager werden könnte, weil dies bisher nicht thematisiert worden ist.

Die Gesamtfläche der Endlagerstätte soll sich laut der Regierung auf 1600 Hektar erstrecken. Die voraussichtlichen Kosten für den Bau und die Instandhaltung der Anlage betragen laut offiziellen Rechnungen umgerechnet knapp 12 Milliarden Euro.@

 

- zurück




      anti-atom-aktuell.de