AKW Krümmel:
Proteste gegen Anlieferung eines Transformators

Festgekettet

AtomkraftgegnerInnen haben in der Nacht den Schwertransport eines Transformators für das Atomkraftwerk Krümmel blockiert. Mehrere Aktivisten setzten sich mit der Parole ´Krümmel stilllegen - sofort!´ vor den LKW auf die Straße. Kurz vor dem Ziel krochen zwei Aktivisten unter den Tieflader und ketteten sich dort an. Der Protest richtet sich gegen die Wiederinbetriebnahme des Pannenmeilers an der Elbe: "Wir fordern, Krümmel nie wieder in Betrieb zu nehmen", so Jan Becker von der Anti-Atom-Organisation contrAtom. "Mit den neuen Trafos werden in Krümmel Fakten geschaffen, der Meiler soll wieder ans Netz! Selbst die Politik ist dagegen."

Zahlreiche Kommunikationspannen und Störfälle, nicht zuletzt der dramatische Trafobrand im Juni 2007 belegen die Unsicherheit des Reaktors und die Unfähigkeit Vattenfalls, diesen zu betreiben. "Es bleibt für uns nur ein Schluss: Stilllegen und Abwracken - sofort! Diese Forderung werden wir in den nächsten Wochen und Monaten ausdrucksstark zeigen", resümiert Becker.

Der über 500 Tonnen schwere Trafo war bereits gestern per Schiff im Hafen von Geesthacht angeliefert worden. Auf einem Straßentieflader wurden dann die letzten 3,5 km bis zum AKW Krümmel unter Polizeieskorte zurückgelegt. Krümmel war nach dem Trafo-Brand im Juni 2007 für rund zwei Jahre vom Netz gegangen. Nach wenigen Tagen Betrieb kam es im vergangenen Sommer erneut zu einem Trafo-Ausfall. Seitdem ruht der Betrieb.@

 

aus externer Link contratom.de vom 30.03.10

 

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