| 16. Februar Tricastin
Betonpyramiden im Einsatz
Greenpeace-AktivistInnen haben am 16. Februar in Südfrankreich einen Zug mit abgereichertem Uran nach Russland blockiert. Drei Greenpeace-Mitglieder ketteten sich an das Tor der Anreicherungsanlage in Tricastin, durch das der Zug rollen sollte.Vier weitere UmweltaktivistInnen hatten sich nicht weit davon entfernt an Betonpyramiden festgekettet, die an den Gleisen befestigt waren.Polizei und Feuerwehr waren mit rund dreißig Mann im Einsatz. .
Der Bahnkonvoi hat 660 Tonnen Uran geladen, das angeblich zur Anreicherung nach Russland gebracht wird. Das Material soll laut Areva als Grundlage für Brennstäbe von AKW zurück nach Frankreich geliefert werden. Greenpeace bestreitet dies und vermutet, das Uran werde als Atommüll in Russland . Der Organisation zufolge wurden seit 2006 insgesamt rund 32.000 Tonnen Uran nach Russland geschickt, darunter 23.540 Tonnen schwach angereichertes Uran. Es seien aber lediglich 3090 Tonnen zurück nach Frankreich gekommen. Der Großteil werde in Russland illegal gelagert. Das Umweltministerium prüft seit vergangenem Oktober Vorwürfe, Frankreich entsorge einen Teil seines Urans entgegen den geltenden Bestimmungen in Lagerstätten in Russland.
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