„Die Stadt Gronau soll sich mit Friedensforschung befassen und sich für die Stilllegung der Gronauer Uranfabrik einsetzen.“

64 Jahre nach Hiroshima:

PM- Udo Buchholz vom 6.8.09

Vor 64 Jahren, genau am 6. August, wurde eine aus Uran bestehende Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen. Zahllose Menschen wurden getötet und auch noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen der radioaktiven Verseuchung. Vor diesem Hintergrund fordert die Friedensbewegung weltweit das Verbot und die Vernichtung der noch immer, auch in Deutschland, vorhandenen atomaren Massenvernichtungswaffen . Gleichzeitig wird die Stilllegung der Atomanlagen gefordert, mit deren Hilfe erst Atomwaf fen produziert werden können. Zu diesen Anlagen gehören auch die Urananreicherungsanlagen, in denen hochangereichertes Uran für Atomwaf fen hergestellt werden könnte.

GAL-Ratsmitglied Udo Buchholz (Gronau) erklärt: „Die Urananreicherungsanlage im Iran ist heftig umstritten. Weniger bekannt ist, dass auch europäische Urananreicherungsanlagen nach Umbauarbeiten für die Atomwaffenherstellung genutzt werden könnten. Dies gilt auch für die einzige deutsche Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau.

Bisher wird in Gronau Uran für Atomkraftwerke angereichert. Doch wer kann garantieren, was in zehn oder zwanzig Jahren in der Anlage produziert wird? Noch vor wenigen Jahren hätte es kaum jemand für möglich gehalten, dass die Bundeswehr im Jahr 2009 weltweit im Einsatz sein würde. Und so kann auch niemand genau vorhersagen, was in der Zukunft in der Gronauer Atomfabrik hergestellt werden wird. Auch aus diesem Grund setzt sich die Anti-Atomkraft-Bewegung für die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage ein.“

Mit Blick auf die Stadt Gronau betont Buchholz: „Die Stadt Gronau hat sich in der Vergangenheit wiederholt für die Urananreicherungsanlage ausgesprochen. Sie hat die Ansiedlung der Anlage unterstützt und befürwortet auch heute noch, trotz ungelöster Entsorgung, den Betrieb der Urananreicherungsanlage.

In Gronau sollte erkannt werden, dass die Stadt Gronau eine große Verantwortung für den Weltfrieden trägt. Die Stadt Gronau sollte sich in den 12 Monaten bis zum 65. Hiroshima-Jahrestag über das friedenspolitische Engagement anderer Kommunen informieren, sollte sich gerade auch als Grenzstadt mit dem Thema Friedensforschung befassen und sollte sich unverzüglich aus friedenspolitischen Erwägungen, aber auch zum Schutz der Bevölkerung für die Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage einsetzen.

www.aku-gronau.de

 

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