2004-12-17
Anmerkung zu einer Anmerkung von Euch
von Georg Lengers
Hallo Redaktion der aaa,
Ich halte die Anmerkung der Redaktion in der neusten aaa zu einer Gegenposition zu Jochen Stay für völlig verfehlt. Jochen Stay hatte ohnehin - und das nicht nur in der aaa - ziemlich viel Platz bekommen seinen Standpunkt zu erläutern. Seine Positon, die ich mit der Phrase zusammenfasse 'Ein Toter unter anderen' scheint mir sowieso in der überwiegenden Mehrzahl der Artikel der aaa zum Tod von "Sébastien Briat" vertreten zu sein. Schon der Untertitel der Titelseite deklamiert dieses Motto. Wenn nun jemand mal dazu eine Gegenpositon/-meinung vertritt, so sollte diese auch von der Redaktion unkommentiert abgedruckt werden können. Denn eine Zeitungsredaktion sollte meiner Meinung nach die Souveränität besitzen hinter einem Meinungstreit zurücktreten zu können und nicht der unseligen Marotte verfallen, dauernd ihre eigene Meinung ostentativ und penetrant, hier auch sehr polemisch, durchboxen zu wollen. Das erinnert doch zu sehr an die Praktiken früherer ZKs und schreckt darum auch mich ab.
Das Meinungssprektrum der Anti-Atombewegung ist so einheitlich nicht, dass es sich in allen Punkten durch ein mayestaetix pluralis, in dessen Form die Instanz einer Redaktion auftritt, vertreten ließe. Und auch Blicke von außen müssen diesem nicht von vornherein abträglich sein. Wenn aber dieses "Wir" z.B. auch der Anti-Atom Bewegung nicht nur meinungstechnisch hypostatisiert wird, indem etwa alles und alle (Meinung) in seinen Dienst zu treten hätte, so gehen die Einzelnen dabei unter und dieses 'Wir' in dessen Namen die Karawane der Bewegung weiterzieht, würde zu einer Farta Morgana, die nichts als Opfer verlangt.
trotzdem mit solidarischen Grüßen
Georg Lengers
Antwort der aaa-Redaktion:
2004-12-18 Gegen-Position gegen was? von Martin Nesemann
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