2004-10-28
Stellungnahme zur Demoverschiebung - SAND
Für die sofortige Stillegung der herrschenden Klasse!
Menschen aus der SAND
Liebe Freunde und GenossInnen!
Eure Kritik ist absolut berechtigt! Uns ist auch nicht klar, welch Klüngel mit welcher Legitimation diese Entscheidung getroffen hat. Mensch kann diese Entscheidung natürlich treffen, es gibt auch Gründe dafür, aber die wurden ja auch auf der Herbstkonferenz und zuvor in den Gruppen diskutiert.
Wir haben z.B. in Anti-Hartz Bündnissen und in anderen Gruppen in denen wir mitarbeiten uns immer wieder dafür stark gemacht, dass die soziale Frage, Lohnarbeit und der allgemeine Zusammenbruch des Kapitalismuses in allen Politikfeldern diskutiert wird und die Diskussion um die Lohnarbeit auf der Herbstkonferenz und die Entscheidung des Demotermines als positives Beispiel angeführt. Jetzt stehen wir und damit auch die Anti AKW Bewegung unter Erklärungsdruck. Aber hier geht es nicht nur um die Entscheidung über den Termin, hier geht es insbesondere auch darum wie wir Entscheidungen treffen und darum zu klären, welche Gremien Entscheidungen treffen können.
Die Entscheidung über den Demotermin ist unserer Meinung nach ein weiterer Schritt zu einer weiteren Regionalisierung des "Gorleben Widerstandes". Diese Demoverschiebung wird unserer Einschätzung nach einen Schaden in der Anti-AKW-Bewegung hinterlassen, denn wir sind keine reine Ökobewegung, sondern eine antikapitalistische Bewegung, die für eine herrschaftsfreie Gesellschaft eintritt und diese unvermittelte Entscheidung ist eine Entscheidung von HERRschaft. Anders als Ihr organisieren wir allerdings weiterhin einen Bus ins Wendland, rufen aber auf unseren Flyern und bei allen anderen Aktivitäten, wie auch schon davor dazu auf nach Nürnberg zu fahren.
Mit solidarischen Grüssen
Menschen aus der SAND? HH
(System Oppositionelle Atomkraft Nein Danke Gruppe Hamburg)
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