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Nukleare Verseuchung und Ausplünderung somalischer Fanggründe ![]() Im Unterschied zum Mainstream der Medien, die die Forcierung der Bekämpfung der somalischen Piraten fordern, weist der Financial Times Kolumnist Thomas Klau darauf hin, dass Europa vor der somalischen Küste Atommüll entsorgen lässt und die Ausplünderung der somalischen Fischgründe betreibt. Der Umgang mit der somalischen Seeräuberei bedeutet nach seiner Einschätzung eine Demonstration des Rechts des Stärkeren durch die westlichen Länder. Die Versenkung des europäischen Atommülls wird offenbar vorwiegend betrieben durch die italienische Mafia, ohne dass Bemühungen europäischer Institutionen feststellbar sind, dies zu verhindern. Die Entsorgung radioaktiver Abfälle vor der somalischen Küste ist sehr viel kostengünstiger, als eine reguläre Beseitigung unter Einhaltung der Vorschriften im europäischen Raum. Die Beseitigung von einer Tonne Nuklearmüll vor der Küste Somalias verursacht nur Kosten von 2,50 Dollar während ansonsten mit dem hundertfachen zu rechnen sei. Zutage getreten ist diese Praxis insbesondere durch den Tsunami im Jahr 2005, der viele der mit radioaktivem Abfall gefüllten Fässer und Container an die Küste und ins Landesinnere spülte. Die Durchführung der Entsorgung durch Organisationen der italienischen Mafia macht diese offensichtlich zum Kooperationspartner der europäischen Nuklearindustrie. In der westlichen Presse wurde über diese Vorgänge, die der zuständigen UN-Organisation UNEP seit 2005 bekannt sind, nur in seltenen Ausnahmen berichtet, obwohl die bereits heute offensichtlichen Gesundheitsschäden unter der somalischen Bevölkerung die Belastungen durch die Seeräuberei durch somalische Fischer bei weitem übertreffen. Europäische Ausplünderung als Ursache der Seeräuberei Darüberhinaus sind europäische Fischereikonzerne engagiert in der Ausplünderung der somalischen Fischgründe. Diese wird dabei häufig betrieben mit fischereirechtlich unzulässigem Gerät, nicht selten unter Anwendung gewaltsamer Massnahmen zur Behinderung der einheimischen Fischerei. Mohamed Abshir Waldo, der, in Kenia ansässig, die Entwicklungen in Somalia beobachtete, erklärt, dass sich die Seeräuberei der somalischen Fischer ergeben habe durch die von seiten der Europäer betriebenen Ausplünderung und Verseuchung der somalischen Gewässer. Er beklagt, dass nur die Reaktion der Betroffenen zum Gegenstand der Medienberichterstattung wird, nicht aber das rücksichtslose Vorgehen der Europäer gegenüber der somalischen Bevölkerung. Einäugige westliche Medien Eine entsprechende Google-Abfrage ergibt, dass sich westliche Medien, in denen vielfach ein entschlossenens militärisches Vorgehen gegen die somalischen Fischer, auch die rücksichtslose Versenkung ihrer Fahrzeuge, gefordert wird, nur äußerst selten mit den Belangen der somalischen Bevölkerung und ihrer Schädigung durch die rücksichtslosen Aktivitäten der Europäer befassen. Der FTD-Kolumnist Thomas Klau weist außerdem darauf hin, dass der militärische Einsatz der Europäer in unverhältnismässig martialischer Form betrieben werde: die somalischen Piraten hätten bisher ihre Opfer rücksichtsvoll behandelt und physische Gewalt weitgehend vermieden. Tatsächlich kam es offenbar erst durch die Militäreinsätze zu Vorfällen mit gewalttätigem Verlauf und tödlichem Ausgang. ![]() www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=33009
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