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Atomwaffenfähiges Uran im Atomforschungsreaktor FRM 2 Tarnkappe „zivile Forschung“ PM vom 22.2.09 Der Atomforschungsreaktor FRM2 in Garching bei München steht international in der Kritik, weil seit dessen Inbetriebnahme im Jahr 2004 atomwaffenfähiges, 93%-ig angereichertes Uran235 zur Kernspaltung verwendet wird. Dieses Material ist geeignet zum Atombombenbau. Die Atombombe ‚Little Boy’ auf Hiroshima war eine Uranbombe. Es ist technisch einfacher, aus hoch angereichertem Uran eine Atombombe zu bauen als mit Plutonium. Das macht es für manche Länder besonders interessant, dieses Material zu besitzen. Leider gibt es genügend internationale Beispiele dafür, wie unter der Tarnkappe ‚zivile Forschung’ Atombombenprojekte angestrebt wurden. So entsprang beispielsweise die pakistanische Atombombe einem Forschungsprojekt mit hoch angereichertem Uran. Die Verwendung von atombombenfähigem Uran im Münchner Atomforschungsreaktor torpediert das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, hoch angereichertes Uran in Forschungsreaktoren nicht mehr zu verwenden - aus Proliferationsgründen, der Weiterverbreitung von Atomwaffenmaterial.
Der gemeinnützige Verein BÜRGER GEGEN ATOMREAKTOR GARCHING e. V. hat reichlich Erfahrung mit der Verantwortungslosigkeit der Reaktorbetreiber, sei es hinsichtlich der Vertuschung, dass das atombombenfähige Material aus Russland kommt, von Störfällen oder von ständigen Einleitungen radioaktiver Abwässer in die Isar an Stellen, wo ahnungslose Erholungssuchende baden, und vieles mehr. Gina Gillig: „Das Festhalten an Atombombenstoff ist ein eklatanter Verstoß gegen den Genehmigungsbescheid des Betriebs des Atomreaktors. Wenn die Betreiber nicht in der Lage sind, sich daran zu halten, ist ihnen unverzüglich die Betriebsgenehmigung des Münchner Atom-forschungsreaktors zu entziehen.“
Bürger gegen Atomreaktor Garching | |||||
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