Asse II- Begleitgruppe fordert Strategie zur Rückholung aller radioaktiven Abfälle

Strategie zur Rückholung

PM –Asse-Begleitgruppe vom 26.11.08

Eine Strategie zur Rückholung aller radioaktiven Abfälle fordern die stimmberechtigten Mitglieder der Asse II - Begleitgruppe bis zur nächsten Sitzung dieses Gremiums im Januar 2009 vom zukünftigen Betreiber Bundesamt für Strahlenschutz und den zuständigen Ministerien. Weiterhin verlangen die Mitglieder der Asse- Begleitgruppe einen Vorschlag für ein neues Handlungskonzept der Arbeitsgruppe Optionenvergleich und damit verbunden eine Übersicht über die verschiedenen alternativen Schließungsmöglichkeiten. Außerdem fordert das Gremium eine Aufstellung der notwendigen Schritte bei einem Störfall.

In ihrer November - Sitzung beschäftigte sich die Asse - Begleitgruppe mit Berichten zu den Themen „Versatzsteifigkeit“, „Rückholbarkeit der mittelradioaktiven Abfälle“ (MAW), „Störfallanalyse“ und „Hydrogeologie“. An der Sitzung nahm erstmals auch der Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel Thomas Pink als stimmberechtigtes Mitglied teil.

Wenn es um die „Konzeptstudie zur Erhöhung der Versatzsteifigkeit“ geht, empfiehlt die Begleitgruppe „unbedingt“ eine sogenannte „Firstspaltverfüllung“, da nur so eine relativ schnelle Reduzierung der Verformung des Deckgebirges erreicht werden könne. Dies sei im Hinblick auf die Standsicherheit und den Zeitgewinn notwendig. Zu der weiterhin vorgeschlagenen „Verdichtungsinjektion“ zur Versatzsteifigkeit empfiehlt das Gremium, noch Voruntersuchungen anzustellen.

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Eine Rückholung der mittelradioaktiven Abfälle sei grundsätzlich technisch möglich. Unter dem Gesichtspunkt der Langzeitsicherheit sei eine alleinige Rückholung der mittelradioaktiven Abfälle jedoch nicht zu empfehlen, teilte ein Vertreter des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) als Auftraggeber der Studie zur Rückholbarkeit dieser Abfälle mit. In Sachen der zu aktualisierenden Störfallanalyse arbeite das BfS zur Zeit intensiv an einer Anlyse von Vorsorgemaßnahmen. Auf Initiative des neuen Geschäftsführerers der Schachtanlage Asse II, Dr. Detlev Eck, werde es künftig eine Zusammenkunft von Experten geben, die sich mit dem Thema Hydrogeologie auseinandersetzen werden.

Von Seiten des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Strahlenschutz wurde außerdem mitgeteilt, dass die gesammelte Lauge auf der Schachtanlage Asse freigegeben wurde, da die Messwerte weit unterhalb der zulässigen Belastungsgrenze liegen. Aufgrund dessen könne die Lauge wieder ohne Bedenken abtransportiert werden.

Die nächste Sitzung der Begleitgruppe Asse II ist für den 13. Januar 2009 geplant. Die Begleitgruppe Asse II hat sich im Januar dieses Jahres konstituiert. Sie soll die geplante Schließung des Bergwerks Asse II begleiten und die Interessen der Region bündeln. Ihr gehören als stimmberechtigte Mitglieder unter anderem Vertreter des Landkreises und kreisangehöriger Samtgemeinden an. Vorsitzender ist Landrat Jörg Röhmann. Weiterhin sind in der Gruppe vertreten: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Niedersächsische Umweltministerium (NMU), das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK), das Helmholtz-Zentrum München (HZM) und die Umweltverbände.@

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