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Rosatom bestätigt Stopp der Uranmülltransporte
aus Gronau nach Russland Kein neuer Vertrag aus Aufgrund der konstanten Proteste von Umweltschützern hat sich die russische Atomenergiebehörde Rosatom entschlossen, kein abgereichertes Uran mehr nach Russland zu importieren,´ so ein Vertreter von Rosatom in einem kürzlichen Interview. Und der Chef der Behörde, Kiriyenko, teilte mit, dass seit 2006 kein neuer Vertrag mehr unterzeichnet worden sei. Die letzten Transporte der alten Verträge würden Anfang 2010 durchgeführt. Diese Aussage deckt sich mit den Äußerungen der EON- und RWE-Chefs auf den diesjährigen Jahreshauptversammlungen und betrifft offensichtlich nicht nur Urenco Deutschland, sondern alle Importe von abgereichertem UF6-Müll aus Westeuropa. Für uns heißt das dreierlei: Erstens der sich abzeichnende Importstopp für UF6 ist ein großer Erfolg für die internationale Kooperation der Anti-Atom-Bewegung, die auch grenzüberschreitend ihre kreative Kampagnenfähigkeit bewiesen hat. Ein großer Dank gebührt hier vor allem unseren FreundInnen in Russland, den Niederlanden und Frankreich. Zweitens, wir rechnen nach den vorliegenden Transportgenehmigungen für Anfang 2009 noch mit bis zu vier UF6-Transporten von Gronau nach Russland. Wir fordern, diese Uranmülltransporte abzusagen. Sollte dies nicht geschehen, kündigen wir schon jetzt Proteste gegen diese unverantwortliche Uranmüllverklappung an. Drittens, heißt dies für Gronau, dass zunächst der Uranmüll in dort auf der Wiese liegen bleibt. Mittelfristig will die Urenco ihren Uranmüll aber in Frankreich und Großbritannien in U3O8 umwandeln lassen, weil dieser Stoff leichter und sicherer zu lagern ist. Wir rechnen für die Zukunft also mit (stark) zunehmenden Uranmülltransporten von Gronau nach Frankreich bzw. Großbritannien und zurück. Auch dagegen kündigen wir bereits jetzt entschiedene Proteste an. Anstatt Uranmüll planlos durch Europa zu kutschieren, fordern wir die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau sowie aller anderen Urananreicherungsanlagen. Dies ist die Grundlage für den notwendigen Atomausstieg. | ||
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