widersTanz Castor 08

Raus aus deRaus aus dem Sessel, rauf aufs Parkett!

Schon bald, am zweiten Novemberwochenende, wird wieder ein Zug mit hochradioaktivem Atommüll, von La Hague nach Gorleben rollen. Dem wollen wir ein deutliches und entschiedenes Nein entgegenhalten! Dazu wollen wir viele werden, die wieder aktiv werden und sich einmischen. Denn gerade jetzt ist es wichtig und notwenig, dass der Widerstand gegen die Atomtechnologie öffentlich sichtbar und spürbar wird.

Entscheidende Weichenstellungen in der Energiepolitik stehen an und die Atomlobby steht mächtig unter Druck. Hier geht es um viel. Um Prote einerseits, aber auch um die Chance für einen energiepolitischen und gesellschaftlichen Umbruch für ein menschengerechtes Leben ohne Atomenergie. Die Verhältnisse zum Tanzen bringen.


Die Lügen der Atomlobby

Auch wenn die Tatsachen für uns sprechen, verunsichert ein mächtiger medialer Gegenwind der Atomlobby die Menschen. Tagtäglich können wir über schwerwiegende Störfälle in Atomanlagen lesen, sei es in Schweden, Slowenien, Frankreich, Spanien oder auch hier in Krümmel und Brunsbüttel. Gleichzeitig sorgt der katastrophale und sich immer wehr ausweitende Atommüllsumpf im Endlager Asse für Beunruhigung und Empörung in der Bevölkerung. Eines wird dabei für immer mehr Menschen deutlich: Eine sichere Entsorgung des Atommülls gibt es nicht. Die logische Folgerung daraus ist offensichtlich. Trotzdem gelingt es der Atomlobby , durch gezielteLügen und Falschdarstellungen das nein gegen diese Technologie aufzuweichen. In den Sorgen um den Klimawandel und steigende Energiepreise wird die Atomenergie als günstige und billige Lösung angepriesen – auch wenn noch so viele Experten das Gegenteil darlegen.

Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen. Wir haben genug von den Lügen und Falschdarstellungen. Lautstark und entschlossen werden wir unseren Argumenten Gehör verschaffen. Es geht um unser Leben und unsere Zukunft.


WidersTanz

Tanz ist für uns ein Ausdruck von Lebensfreude und Lebenskraft. Mit lustvoller Energie wollen wir widerstanzen gegen eine menschengefährdende Technologie, die mit jedem Castortransport gegen unseren Willen weiter durchgesetzt werden soll. Tanzend werden wir uns dem Atommüllzug entgegenbewegen; wir wollen, dass diese Atom-Industrie - und ihr Symbol! - zum Stillstand kommen. Sie kommen damit nicht durch! No pasaran! Sie müssen erfahren: die Strecke ist nicht passierbar. Damit uns das gelingt, müssen wir viele werden, die sich mit unterschiedlichen Tanzschritten und kreativen Beats in das Geschehen einbringen.

    Ob Tango oder Gummitwist,
    ob Hiphop oder Treckerballett,
    ob Reiter- oder biker-Rock
    ob Schraubendrehung oder Hammerswing,
    ob Standard-oder MillieTanz,
gemeinsam verschieden sind wir stark beim widersTanz. Natürlich ist das nicht nur Spaß, denn es geht uns um eine ernste Sache - und auch die Gegenseite wird nicht untätig sein.


WidersTanz-Sonntage

Wir wollen uns gut vorbereiten und einüben, unterschiedliche Tanzschritte ausprobieren und einstudieren. So wie die Polizei schon jetzt an der Transportstrecke präsent ist, werden auch wir uns unseren Bewegungsraum nehmen. Ab Anfang Oktober wird es jedes Wochenende an unterschiedlichen Stellen an der Schienenstrecke spannende Tanzstunden geben. Wir werden die Strecke erkunden und kennenlernen, den Boden, auf dem wir unterschiedliche Tanzformationen uns aneignen und üben können. Denn wir wollen gut aufgestellt sein bei unserem Abschlussball am Castortransporttag (voraussichtlich 9. Nov. 08)

Gefragt sind alle, TänzerInnen und Menschen, die zum Tanz aufspielen und Menschen oder Gruppen, die sich vorstellen können, einen der Sonntage gemeinsam zu gestalten. Und natürlich viele junge und alte, große und kleine, die neugierig und offen sind für alte und neue Möglichkeiten des WidersTanz. @

 

- zurück




      anti-atom-aktuell.de