Asse-Betreiber schon 1965 unzuverlässig:

Dacheinsturz des Asse-Schachtes durch ungenehmigte Reparaturen!

PM- janun-ak-asse vom 29.9.08

Der Betreiber des „Forschungsendlagers“ Asse II hat sich bereits in den ersten Betriebsjahren als unzuverlässig erwiesen. Das geht aus Akten hervor, die das Jungendumweltnetzwerk Niedersachen am Montag veröffentlichte. Danach sind im August 1965 sind von der GSF -Abteilung für Tieflagerung „weder in Kenntnis noch Beteiligung der Ortsbaudienststelle in eigener Verantwortung“ unsachgemäße Reparaturen am Dach des Asse-Schachtes durchgeführt worden, die noch im November des gleichen Jahres zum Einsturz des Daches unter zusätzlicher Schneelast führten.

Vor den Reparaturarbeiten, die mit zum Dacheinsturz beigetragen haben, wurde nicht vorab geprüft, ob das von 1909 stammende, alte Material schweißbar ist, obwohl 1909 im Stahlbau noch nicht geschweißt wurde. Zudem sind die Scheißarbeiten so unsachgemäß durchgeführt worden, dass eine Verbindung durch Einbrand nicht zu Stande gekommen ist. So sind die Montageschrauben zur Übertragung der gesamten (Untergurt-)Kraft herangezogen worden. Dieser Beanspruchung waren die Schrauben nicht gewachsen und versagten durch Abscheren. Das geht aus einen Gutachten der TU Braunschweig hervor, das das Hochbauamt Braunschweig zur Erkundung der Unfallsachen in Auftrag gegeben hatte.

Innerhalb des Bundesforschungsministeriums wurde auf Anregung des Bundesschatz-ministeriums diskutiert, ob gegenüber dem GSFMitarbeiter, der die unsachgemäße Reparatur durchgeführt hat, in Regress zu nehmen ist. Das Verfahren wurde das mit der Begründung eingestellt, dass das Dach sowieso hätte erneuert werden müssen und insofern kein Schaden entstanden sei.

„Das ist natürlich eine nach dem Unfall zusammengezimmerte Erklärung“ urteilt Tobias Darge, Leiter des Arbeitskreis Asse II beim Jungendumweltnetzwerk Niedersachen. „Wenn man die verantwortlichen Institutionen vor dem Dacheinsturz befragt hätte, hätten sie bestimmt behauptet, dass alles sicher sei und nichts passieren können, denn sonst dürften sie denn Schacht ja gar nicht betreiben.“

Die „Gesellschaft für Strahlenforschung GmbH“ wurde am 22. Mai 1964 vom Bundesforschungsministerium als eigenständiges Forschungszentrum gegründet und benannte sich 1972 in „Gesellschaft für Umwelt- und Strahlenforschung und 2008 in „Helmholzzentrum München“ um.@

janun-ak-asse(at)gmx.de
externer Link http://www.janun.de/ueber_uns/projektgruppen/atommuellendlager_asse_ii

 

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