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In einem der spektakulärsten Naturschutzparks wird nach Uran gebohrt.
Von den verschiedensten Seiten regt sich der Widerstand. Uranabbau am Grand Canyon Die steigende Nachfrage nach Uran veranlasst Bergbaugesellschaften zu einem Tabubruch: Sie wollen künftig im Grand Canyon schürfen. Die Bergbaufirmen suchen in den USA nach geeigneten Abbaugebieten, in denen Uran besonders nahe an der Oberfläche liegt – und wurden dabei ausgerechnet am Rande des Grand Canyons fündig. Dort lagert nicht nur besonders viel, sondern auch besonders hochwertiges Uranerz. Rund um den Canyon wurden daraufhin bereits 1100 „claims“ abgesteckt, also Grubenfelder in Anspruch genommen. Vor fünf Jahren waren es gerade einmal zehn. Noch bevor die ersten Bohrungen jedoch beginnen konnten, regt sich bereits Widerstand von verschiedensten Seiten: Parkhüter, Naturschützer und Mitglieder ansässiger Indianer-Stämme protestieren seit Wochen gegen den Uranabbau in der weitgehend unberührten Region. Auf deren Seite steht der Kongressabgeordnete Raul Grijalva: „Wir leben vom Grand Canyon. Er bringt Touristen, ist ein Wunder der Welt, und ausgerechnet hier erlaubt der Staat, Uran abzubauen“, erregt er sich. Die spektakulären, steilen Felswände des etwa 450 km langen Grand Canyons in Arizona zählen zu den meistbesuchten Stätten der USA. Die Bergwerksgesellschaften versuchen indes, die Natrurschützer mit ihren eigenen Waffen zu schlagen: Gerade die Minenfirmen seien es, die sich besonders um den Umweltschutz bemühen – immerhin fördern sie mit dem Abbau von Uran die Kernenergie…….und diese stoße schließlich kaum CO2 aus und trage damit nicht zur globalen Erwärmung bei. Letztere sei deutlich gefährlicher als die überschaubaren Risiken des Uranabbaus. Die ersten Anhörungen zu dem Fall werden für diesen Sommer erwartet.@
Drei Umweltschutzorganisationen haben die US-Forstverwaltung verklagt, weil sie mehrere Probebohrungen nach Uran nur wenige Kilometer vom Grand Canyon Nationalpark entfernt erlaubt hat. «Der Grand Canyon ist einfach kein Ort für Uranförderung», sagte Taylor McKinnon vom Zentrum für Biologische Diversität. Die Kläger werfen der Forstverwaltung vor, bei der im Dezember erteilten Genehmigung an die britische Firma Vane Minerals, an bis zu 39 Orten im Kaibab National Forest nach dem radioaktiven Element zu suchen, die nötige umfassende Umweltprüfung versäumt zu haben. Die Forstverwaltung erklärt, sie habe keine gesetzliche Handhabe für ein Verbot der Probebohrungen gehabt. Sollte Uran gefunden werden, werde es eine neue Umweltanalyse geben.@ | |||||
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