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am 27. - 29. Mai 2008 in Hamburg Kein Forum dem Atomforum von Ende Mai versammelt sich dasDeutsche Atomforum zu seiner Jahrestagung der Kerntechnik in Hamburg. Mehr als 1.000 VertreterInnen aus (Atom) Wirtschaft und Politik werden im CCH die atomaren Risiken verharmlosen und die Atomenergie als weltweiten Klimaretter feil bieten. Ein Bündnis aus Anti-Atom-Gruppen aus ganz Norddeutschland mobilisiert zu Protestveranstaltungen. Die Atombranche bemüht sich, die Akzeptanz für die Fortsetzung der Atomenergie zu verbessern. Vor allem in der Debatte um die Klimakatastrophe und bei der bis heute ungelösten Entsorgung der Atomabfälle will sie Punkte machen, um ihre Reaktoren länger laufen lassen zu können. Klimawandel und die Endlagerfrage Klimawandel – war da was? Die Erkenntnis, dass der vom Menschen gemachte Klimawandel eine Tatsache ist, hat sich mittlerweile in weiten Teilen von Politik und Gesellschaft herumgesprochen. Und getreu dem Motto, die Letzten werden die Ersten sein, versuchen jene, die den Klimawandel am längsten geleugnet haben, heute die Ersten zu sein, die uns eine neue / alte Lösung für das Klimaproblem anzubieten haben. Atomkraft sei CO2 „neutral“ heißt es da in den Flugschriften des deutschen Atomforums. Mit dieser Form des Green-Washings wird versucht, einen zweiten Frühling für die Atomenergie herbei zu reden. Ohne von den enormen Risiken der Atomenergienutzung zu sprechen, versuchen sie sich als Klimaretter aufzuspielen. Doch auch die Atomenergie ist nicht CO2-frei. Denn beim Uranabbau, bei den zahlreichen Transporten und bei den verschiedenen Fertigungsschritten zur Herstellung von Brennelementen entsteht ehr wohl CO2. Und wie wenig glaubhaft die Klimaschutz- Atom-Debatte ist, zeigt sich deutlich an anderer Stelle. Die vier AKW-Betreiber Vattenfall, E.On, EnBW und RWE investieren gerade in ganz großem Stil in die Fortsetzung der Klimakatastrophe: Insgesamt 19 neue Kohlekraftwerke wollen sie bundesweit bauen. Für 40 Jahre Betriebsdauer schreiben sie damit viel zu hohe CO2- Emissionen fest! Mit Klimaschutz haben diese Konzerne nichts am Hut. Beim Betrieb von Atomkraftwerken wie bei den neuen Kohlekraftwerken geht es nur um Eines: Um die Gewinne für die Aktionäre. Trotz aller Bemühungen der Atombranche: Die Bevölkerung will den Ausstieg aus der Atomenergie. Zahllose Störfalle in den Atomreaktoren, aber auch die bis heute ungelöste Entsorgung der radioaktiven Abfälle sind Gründe für diesen Ausstiegswillen. Kein Wunder also, wenn die Atomgemeinde neben dem Klima vor allem daran interessiert ist, die Endlagerung als gelöst anzupreisen. Atommüll-Endlagerung – ein Horrorszenario Die Atomlobby wird der Bevölkerung weiter vorgaukeln wollen, dass die Lagerung des gefährlichen Atommülls gelöst sei. Der Grund: Nach jahrzehntelangem Streit ist im letzten Jahr die Genehmigung für die Lagerung von schwachund mittelaktivem Atommüll im Schacht Konrad erteilt worden. Doch eine Genehmigung hat nichts mit Sicherheit zu tun! Das lässt sich in direkter Nachbarschaft vom Schacht Konrad erleben: In dem ehemaligen „Versuchs-Endlager“ ASSE bei Wolfenbüttel entwickelt sich derzeit der größte anzunehmende Unfall für die Endlagerung von Atommüll. In das Grubengebäude von ASSE II dringt unkontrolliert Wasser ein. Die Betreiber rechnen nur noch mit einer Standsicherheit bis 2014. Der gesamte Salzstock ist vom Zusammenbruch bedroht. Ein Horrorszenario. Das Wasser gelangt direkt an den Atommüll, löst die radioaktiven Stoffe und verwandelt sich zusätzlich in einen hochgefährlichen, chemischen Giftcocktail. Über unterirdische Pfade gelangt dieses Wasser schließlich in die Trinkwasserversorgung und an die Umwelt. Keine 30 Jahre nach der ersten Einlagerung von Atommüll ist es mit der vermeintlichen Sicherheit bereits vorbei. Und auch im Endlager Morsleben gibt es gravierende Probleme mit der Standfestigkeit, hier sind bereits einige Stollen eingestürzt oder werden derzeit neu verfüllt, um einen Einbruch zu verhindern. Kein Forum dem Atomforum am 27. - 29. Mai 2008 in Hamburg Die Ereignisse in der ASSE machen klar, wie wenig von all den Behauptungen des Atomforums zu halten ist. Deswegen müssen die geplanten Endlager im Schacht Konrad und in Gorleben gestoppt werden: Klimaschutz durch Atomanlagen und sichere Endlager – das hat nichts mit Realität zu tun, sondern nur mit den wirtschaftlichen Interessen dieser Industrie und deren politischer Vertreter!
Wenn sich in Hamburg vom 27. – 29. Mai 2008 die Atomlobby als Deutsches Atomforum zur Jahrestagung Kerntechnik zu ihrer Propaganda- Show versammelt, machen wir mit Gegenveranstaltungen mobil:
Montag 26.5.2008 ab 19 Uhr
Dienstag 27.5.2008 ab 8.30 Uhr Darüber hinaus gibt es im Vorfeld zahlreiche Veranstaltungen. Achtet auf Flyer und Aushänge.
ErstaufruferInnen: | |||||
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anti-atom-aktuell.de |