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Ihr merkelt, wir wer`n weiter motzen: Der Karlspreis ist echt zum Sarkotzen! Umwelterklärung zur Karlspreisverleihung an Angela Merkel mit dem Laudator Nicolas Sarkozy Dieser Preis wird verliehen für „Verdienste um die Einigung Europas“. Sowohl die Preisträgerin als auch der Laudator stehen für eine Europäische Union, die eine für Mit- Um- und Nachwelt schädliche Politik macht. Ein besonders krasses Beispiel ist die Energiepolitik:
In Deutschland, wo die Ablehnung mit am stärksten ist, und demzufolge die alte SPD/ grüne Regierung einen, wenn auch elend langsamen und unvollständigen, Atomausstieg beschlossen hatte, versuchen Merkel und ihre Partei im Bund mit den AKWBetreibern, die 1999 ausgehandelten Restlaufzeiten selbst der ältesten, schrottigsten und unfallträchtigsten Reaktoren wie Biblis I und Brunsbüttel zu verlängern, faseln vom „Ausstieg aus dem Ausstieg“ und dergleichen mehr. Der Chef des Energieriesen Vattenfall, der sich besonders durch Verschleierungsversuche der schweren Unfälle in Brunsbüttel. Krümmel und Forsmark (S) hervorgetan hat, ist einer von Merkels zwei „klimapolitischen Beratern“! Über die Atomforschungszentren in Garching und Jülich (und natürlich Siemens) ist Deutsch-land auch beteiligt am – angeblich katastrophensicheren – Europäischen Druckwasserreaktor (EPR), der jetzt in der Normandie gegen die Proteste vieler Bürger/ innen gebaut werden soll. 68% Atomstrom, aus Reaktoren, die z.T. Risse im Kühlkreislauf haben (wie auch einer im baugleichen, belgischen Tihange, ganz nah bei Aachen) genügen Monsieur Sarkozy nicht: Er will unbedingt diese Errungenschaft der Grande Nation in Krisengebiete des Nahen Ostens verhökern, wie seine Vorgänger nach Pakistan, das so zu seiner Atombombe gekommen ist. Mit Ägypten, Algerien, Libyen und den Vereinigten arabischen Emiraten hat er Atomabkommen geschlossen, dem Iran dagegen droht er mit Krieg, wenn der weiter Uran anreichert… Aber Moral scheint dem Europa, für dessen Machtvergrößerung der Karlspreis gewöhnlich verliehen wird, ohnehin fremd: Man zerstört in Brasilien Regenwälder, indem man dort Soja für Europas Vieh anbauen lässt, man schleppt dann dieses Vieh auf quälend langen Fahrten zu den billigsten Schlachthöfen des Kontinents, man gestattet Mitgliedsländern, Wale zu fangen, man stoppt die Hochseetreibnetzfischerei der eigenen Fangflotten nicht, sodaß manche Fischarten kurz vor dem Aussterben stehen und Delphine und andere elend ertrinken, und wenn man den Nordatlantik leergefischt hat, vergreift man sich an den Fischen vor der westafrikanischen Küste, sodaß den Einheimischen dort nichts bleibt als die Flucht in die Länder der sie Ausraubenden, was man zu verhindern versucht, indem man sie ertrinken, in der Wüste verschmachten oder in Lagern und Abschiebegefängnissen dahinvegetieren läßt, weil es ja „nur Wirtschaftsflüchtlinge“ seien. Man redet von den Menschenrechten, schickt sogar eigene Bürger dafür in blutige Kriege, macht aber Geschäfte mit den repressivsten Regimen: Zu alledem paßt wohl ein Preis, benannt nach einem, der auch schon seine Macht ohne Rücksicht auf die Menschenrechte vergrößerte. Doch die Stadt Aachen sollte dafür nicht Zehntausende Euros „Räprasentationskosten“ ausgeben, sondern es sparen für Kinder, Arme, Naturschutz, Energiesparmaßnahmen, Ausbau regenerativer Energieformen und anderes Nützliches. Für die AKW-Nee-Gruppe, Martina Haase | |||||
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