Wismut:

Schwermetall im Grundwasser

externer Link thueringer-allgemeine.de vom 11.1.08

 

Von den mit Schwermetall belasteten Flutungswässern der Wismut erfuhr der Thüringer Umweltausschuss lange Zeit nichts - anders als die Landesregierung.

„Wichtig ist vor allem, dass für die Bevölkerung keine gesundheitlichen Schäden entstehen“, betont Tilo Kummer (Die Linke), Vorsitzender des Ausschusses für Naturschutz und Umwelt. Das sei nicht der Fall, versicherte Dieter Laubrich, Niederlassungsleiter der Wismut in Ronneburg. Lediglich eine erhöhte Konzentration von Schwermetallen wie Zink, Eisen und Kadmium sei an den Überwachungspunkten gemessen worden. Die erhöhten Werte ergäben sich aus einigen undichten Bohrlöchern, die teilweise mehr als 40 Jahre alt sind. Durch die zunehmende Flutung der Stollen wird durch einige wenige davon belastetes Wasser in das Grundwasserfassungsystem und in Flussläufe bei Ronneburg gespült.

Wismut-Flutungsexperte Dr. Michael Paul sagte: „Das Gebiet ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse, aber wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die Schwachstellen im ersten Quartal 2008 zu beseitigen.“

Kummer kritisierte gestern vor Ort, dass der Umweltausschuss nicht eher informiert wurde. „Das Informationsproblem liegt eindeutig bei der Landesregierung.“ An die Bergaufsicht und die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie gingen laut Wismut regelmäßige Berichte über den Fortschritt und die Ereignisse der unterirdischen Flutung.

Der Flutungsprozess des ehemaligen Uranbergbaus bei Gera begann vor zehn Jahren mit Teilflutungen und wird seit 2004 vervollständigt. Bereits vor der BUGA-Eröffnung räumte die Wismut ein, dass während des damit verbundenen Sanierungsstopps „Abweichungen“ eintreten könnten.@

 

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