|
In Simo in Nord-Finnland, wo E.ON Atomkraft ausbauen möchte, wurde eine Ausstellung
über Uranabbau zensuriert Uranausstellung entfernt PM vom 7.12.07 Laut einer neulich durchgeführten Meinungsumfrage des Finnischen Staatlichen Rundfunksenders YLE schätzen die Finnen Gleichberechtigung und Redefreiheit besonders hoch ein. Diese Grundrechte wurden in der Gemeinde von Simo eklatant verletzt. Zensur in Bibliotheken ist besonders beunruhigend, weil es sich um eine Institution der freien Information handelt. Eine offene und kritische Diskussion über den gesamten Lebenszyklus der Atomkraft ist absolut notwendig besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass die im Bau von Atomkraftwerken tätige Firma AREVA in mehreren nord-finnischen Gemeinden, u.a. in unmittelbarer Nähe des Simonjoki- Flusses, nach Uran sucht. ![]() Mari Kunnari aus Rovaniemi hat von der Direktorin des Bibliotheksamtes von Simo die Erlaubnis bekommen, die Ausstellung “URAN – ODER DAS RECHT AUF LEBEN” in der Bibliothek aufzubauen. Die Ausstellung wurde am 4 Dezember aufgebaut, aber am nächsten Tag hingen die Bilder nicht mehr da. Die Bilder schilderten in Bild und Text den ganzen Lebenslauf des Uranabbaus. Die Ausstellung wurde von einer deutschen Schüler-Gruppe; ARGUMINE, im Jahre 2004 zusammengestellt und wurde der finnischen Bürgerbewegung Frauen für Frieden frei zur Verfügung gestellt. Nur die Texte wurden übersetzt. Die Direktorin des Bibliotheksamtes erklärte am Telefon, dass sie nicht verstanden hätte, dass die Ausstellung Atomkraft kritisch behandelt. Die Gemeinde hat ihr Interesse an dem geplanten Fennovoima Atomkraftwerk, an dem auch der deutsche Energieriese E.ON beteiligt ist, angemeldet und deshalb möchte man wohl kritische Information über das Thema zum Schweigen bringen. In einer Gesellschaft der Redefreiheit müsste man doch über den ganzen Lebenslauf von Atomkraft reden können; vom Uranabbau bis zur Entsorgung von hochradioaktivem Müll. Auch in Simo ist wohl die Aufgabe der Bibliothek die Aufklärung und freie Information. Oder stimmt es doch, dass Atomkraft und Demokratie nicht vereinbar sind? @
Kontakt für die Ausstellung: Mari Kunnari | ||
|
anti-atom-aktuell.de |