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Vom 9. bis 11. November On November fand in Helsinki die “Europäische Nuklearkritische Konferenz” mit 140 Delegierten aus 25 europäischen Ländern und den USA statt. Zum Abschluss wurde folgende Erklärung von den teilnehmenden Experten und Aktivisten verabschiedet: Resolution der “Europäischen Nuklearkritischen Konferenz” Die Atomkraftnutzung ist keine Lösung der Klimaprobleme. Es ist unehrlich, für Atomenergie mit dem Argument zu werben, sie sei frei von C02 - Emissionen. Diese falsche Werbung beinhaltet in der Kalkulation nicht die Schritte in der Atomspirale, vom Uranabbau bis zur notwendigen Atommüllbeseitigung. Weitere Atomkraftwerke zu bauen bedeutet, die Bevölkerung in allen Schritten der Produktion noch größeren Risiken auszusetzen. Zudem ist die sichere Endlagerung verbrauchter Brennelemente ein weltweit ungelöstes Problem. Unzählige nachfolgende Generationen werden tödlichen Gefahren ausgesetzt. Wir fordern die Regierungen auf, sich konkret für Energieeffizienz und erneuerbare Energien einzusetzen. Beispielsweise zeigt Dänemark vorbildlich mit Investitionen in die Technologie erneuerbarer Energien auf, wie dadurch zudem Arbeitsplätze und wirtschaftlicher Aufschwung gefördert werden. Die Geschichte der Atomkraft hat die negativen Auswirkungen von Uranabbau und Weiterverarbeitung auf die Umwelt und Gesundheit der Menschen aufgezeigt. Die Atomindustrie verletzt Menschenrechte auf der ganzen Welt, speziell mit Uranabbau in Territorien indigener Völker. Auch wegen langfristiger gesundheitlicher Folgen durch ionisierende Strahlung, wie Krebs und Gendefekten müssen eine von der Atomlobby unabhängige Aufsicht und Untersuchungen gewährleistet werden. So zeigen unabhängige Studien erhöhte Risiken Krebsund Leukämierisiken bei Kindern auf, die nahe von Atomanlagen wohnen. Die gefährlichen radioaktiven Transporte zu Luft, über das Meer, auf Schienen und Strassen müssen gestoppt werden. Wir fordern Urananreicherungskonzerne wie Urenco und Eurodif auf, den Transport von Atommüll nach Russland einzustellen. Dort wird der Müll unter katastrophalen Bedingungen offen der Erosion ausgesetzt auf Feldern abgestellt und bedroht die Gesundheit der Bevölkerung. Experten der Helsinki-Commission zufolge ist die Baltische See das weltweit höchst radioaktiv verseuchteste Meer. KIMO, eine internationale Organisation von Kommunen entlang der Küste, protestiert aufs Schärfste auch gegen weitere Schiffstransporte, die Millionen von Anrainern einem hohen Risiko aussetzen. Experten aus diversen Ländern verdeutlichten, dass eine sichere Lagerung von hochradioaktivem Atommüll auch in Finnland und Schweden nicht in Sicht ist. Lagerplänen in Küstenbereichen sollten wegen Instabilität des Untergrunds aufgegeben werden und unabhängige Wissenschaftler dazu beratend eingesetzt werden. Die Konferenzteilnehmer halten abschließend fest, dass es dringend mehr politischen Willens auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene bedarf. Das Ende der mit hohen Risiken verbundenen Atomkraftnutzung muss eingeläutet werden, um in ein unschädliches System 100% erneuerbarer Energieträger umzuschwenken. @ | ||
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