Für ein Klimacamp in der BRD 2008
Social Change not Climate Change!


Die Idee

Nach dem Vorbild des Camp for Climate Action in England, das dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand, möchten wir anregen, 2008 auch in Deutschland ein Klima-Aktions Camp zu organisieren. Wie auch in England sollen Wissensaustausch , selbstorganisiertes Leben mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck (auf dem Camp), Vernetzung und Direct Action miteinander verbunden werden. In England richtete sich das Camp die letzten zwei Jahre an bestimmte Ziele, gegen die direkt oder indirekt thematisch Aktionen durchgeführt wurden. Letztes Jahr handelte es sich um das größte Kohlekraftwerk Englands und dieses Jahr lenkte das Camp die Aufmerksamkeit auf die Flugindustrie und den Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow. Ob wir auch in Deutschland ähnliche Schwerpunkte wählen, sollten wir auf den Vorbereitungstreffen besprechen.


Warum ein Klima-Aktions Camp?

Klimachaos ist Realität. Und uns bleibt nicht mehr viel Zeit, den Schaden zu begrenzen. Gerade deshalb geht es nicht um blinden Aktionismus der die Ursachen des Problems reproduziert sondern tiefgreifende Direkte Aktion die wiederum niemanden ausschließt. Wir brauchen darüber hinaus fundierte Analysen über zugrundeliegenden Strukturen die eine schnelle gesellschaftliche Veränderungen mit Nachdruck einfordern und die Relevanz der tiefersitzenden Ursachen an eine breite Öffentlichkeit bringen.

Klimawandel ist nicht nur ein ökologisches Problem, sondern auch eine Frage der Verteilung seiner Folgen. Er stellt damit auch soziale Fragen. Deshalb braucht es schnelles und direktes Handeln. Es müssen aber auch noch viele andere Fragen diskutiert werden, u.a. die folgenden (erste grobe Sammlung von uns Camp-TeilnehmerInnen):

  • Wie handelt Mensch effektiv?
  • Wie sieht ein CO2-neutrales Leben aus? Welche Utopien brauchen wir? Welche Alternativen können wir jetzt schon leben?
  • Warum wird das Thema Klimawandel auf einmal von den Medien aufgegriffen? Was für Interessen stehen dahinter? Sind das auch unsere Interessen?
  • Vertrauen wir darauf, dass Regierung und Wirtschaft uns retten? Oder schaffen wir uns unsere eigenen Lösungen?
  • Wie ist die bis dato gemachte Klimapolitik von Umweltverbänden und Umwelt-NGOs zu beurteilen? Wie ist deren Wirkung?
  • Ist Klimaschutz im jetzigen System möglich? Oder bedarf es radikaler sozialer Veränderung?
  • Wer macht Profite mit dem Klimawandel? Und was heißt das für unser Handeln?

Ein Klima-Camp könnte diesen und vielen weiteren Fragen nachgehen, Menschen Anstöße und Anregungen geben für politisch-ökologisches Denken und Handeln, es könnte Experimentier- Wiese, Thinktank und Kontaktbörse für weiteres gemeinsames Handeln sein. Zu klären wären dafür natürlich zuerst:

  • Wie könnte ein Klima-Camp in Deutschland aussehen?
  • Wie kann es organisiert werden?
  • Wer macht mit?

Kommunikation
externer Link climatecamp.org.uk/
externer Link indymedia.org.uk/en/actions/2007/climatecamp/
externer Link networkforclimateaction.org.uk

vorläufige website des Climacamps 2008:
externer Link klimacamp.org

mailingliste:
externer Link http://lists.trilos.net/mailman/listinfo/klimacamp
oder Alternativ eine mail an: info@klimacamp.org

Wenn Ihr mehr von uns direkt erfahren wollt, lasst uns das über die Mailingliste wissen. Wir kommen aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland (u.a. Freiburg, Berlin, Nähe Wendland, Bremen) und können evtl. auch zu Euch kommen und Euch mit Fotos und Film vom Camp berichten!


Erstes Treffen

am ersten November-Wochenende, 2. - 4.11. in der Freien Schule in Kassel. Die „Agenda“ des Treffens ist noch offen und sollte es auch bleiben.

Es wurde vorgeschlagen, mit Berichten von den Climate-Camps aus England und von ähnlichen Veranstaltungen zu beginnen. Eine erste Auswertung (engl.) des Climate Camps 2007, die viele bedenkenswerte Lehren zieht, gibt es unter: http://www.climatecamp.org. uk/wherenext.php

Ein erstes Kennenlernen und ein allgemeiner Austausch über Erfahrungen, Fähigkeiten, Kontakte usw. ist am Anfang natürlich auch ganz wichtig. Einige werden sicher erst spät am Freitag kommen können. Wichtige Entscheidungsprozesse werden daher erst am Samstag beginnen.

Zur Vorbereitung des Treffens wird in naher Zukunft auch ein „Wiki“ auf http://www.klimacamp. org/ eingerichtet an dem jede/r mitwirken kann. Wir hoffen damit dem Anspruch auf Transparenz und Offenheit entgegen zu kommen.

Um besser planen zu können (insbesondere Essen und Unterkunft), bitten wir nach Möglichkeit um Anmeldung bis zum 28. Oktober.

Also bitte eine kurze Mail an:
anmeldung(at)klimacamp.org
mit, wenn möglich:
* Komme am Freitag voraussichtlich gegen .... Uhr an.
* Kann wahrscheinlich bis Sonntag gegen ... Uhr bleiben.
* Ich brauche eine Unterkunft (Isomattenlager)
bzw. Ich habe eine andere Übernachtungsmöglichkeit in Kassel.

Es sind auch herzlich all diejenigen Menschen eingeladen, die für das Camp künstlerische Aktionen planen und vorbereiten wollen.

Details zum ersten Klima-Camp 2008 - Vorbereitungstreffen:
Freitag 2. November
Anreise ab 16 Uhr ,Beginn ca. 18 Uhr
bis Sonntag 4. November 14 Uhr
Freie Schule Kassel
Brandenburger Str. 5
34131 Kassel


Anfahrt:
externer Link schulserver.hessen.de/kassel/freie-schule/pages/anfahrt.htm

Vom Bahnhof Wilhelmshöhe sind es gute 2 km bis zur Freien Schule. Gekocht wird bio+vegan+regional für 7-8 Euros pro Tag und/oder gegen Mithilfe/Spende.

 

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