|
Aufruf zur Demonstration
am 13. Oktober 2007
in Salzgitter-Lebenstedt
Asse II zeigt: „Entsorgung gescheitert“ Während wir unmittelbar erleben, dass der Atommüll im Salzbergwerk ASSE II im Kreis Wolfenbüttel durch Wasserzuflüsse akut gefährdet ist, soll jetzt gleich nebenan, im nur 20 km entfernten Eisenerz-Schacht KONRAD mitten im industriellen Herzen der Stadt Salzgitter ein neues Endlager eingerichtet werden. Dagegen wenden wir uns entschieden! Bevor überhaupt von einer Endlagerung in Deutschland gesprochen werden kann, müssen zunächst die desaströsen Probleme der Altlasten ASSE II und Morsleben gelöst und die Ursachen ihres Scheiterns systematisch erforscht werden. So wie in den 60er und 70er Jahren massive Sicherheitsbedenken gegen die Lagerung in der ASSE II ignoriert wurden, hat man auch die Bedenken gegen das Endlager KONRAD ignoriert. Bei der Lagerung in der ASSE II bestehe praktisch keine Gefahr, hieß es früher. Wir wissen nicht, ob das übertriebener Optimismus war, Irrglaube oder Lüge, aber wir wissen: Diese Prognose war falsch! In die ASSE II läuft Wasser, der Atommüll droht abzusaufen. Das Ergebnis der Endlagerforschung, für die die ASSE II gerühmt wurde ist: Sichere Prognosen sind offensichtlich nicht möglich.
Schacht Konrad ist nicht geeignet!
Darum haben sich gegen dieses Projekt in den letzten 30 Jahren wohlbegründet Kommunen, KollegInnen aus den Betrieben rund um KONRAD, Landwirte, kirchliche und viele andere Gruppen gewandt. 289.387 Einwendungen wurden gegen KONRAD erhoben, aber Politik und Gerichte haben unsere Argumente ignoriert. Gleichwohl werden wir alle juristischen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen. Statt jetzt die Region mit Millionen-Beträgen kaufen zu wollen und 900 Mio. zum Ausbau von KONRAD in den Bundeshaushalt 2008 einzustellen, fordern wir von den Verantwortlichen jetzt politische Konsequenzen! Die Verantwortung für die Genehmigung Konrads liegt parteienübergreifend bei den politischen EntscheidungsträgerInnen, obwohl die Eignung des Schachtes als Endlager nicht nachgewiesen ist. Wir wenden uns an die heute in Regierungsverantwortung stehenden, an Bundesumweltminister Gabriel und Kanzlerin Merkel, und fordern:
anti-atom-aktuell.de |