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Brunsbüttel und Krümmel: Klagen gegen ZL abgewiesen aus Presseberichten vom 1. Feb. 07 Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat am Abend die Klagen zweier Anwohnerinnen gegen die Genehmigungen für die Zwischenlager an den AKW-Standorten Krümmel und Brunsbüttel abgewiesen. Die Hamburgischen Elektrizitätswerke HEW -- heute Vattenfall - hatten Ende 1999 Anträge zur Errichtung und zum Betrieb der beiden Zwischenlager gestellt. Dagegen gab es insgesamt 8.000 Einwendungen. Seit 2006 sind beide Zwischenlager im Betrieb. Die beiden Klägerinnen - Anke Dreckmann aus Brunsbüttel und Bettina Boll aus Geesthacht - haben dem Oberverwaltungsgericht unter anderem ein Gutachten vorgestellt. Es belegt, dass das Risiko eines Flugzeugabsturzes auf das Zwischenlager oder der Beschuss der CASTOR-Behälter - zum Beispiel mit einer Panzerfaust -- in der Genehmigung für die Errichtung der Zwischenlager nicht genügend berücksichtigt wurde. Durch solche Vorkommnisse könnte es aber zu einer weiträumigen radioaktiven Verstrahlung kommen.
Nach Auffassung des Gerichts sind die CASTOR-Behälter die nächsten 40 Jahre sicher. Das Gericht lehnte einen Rechtsanspruch einzelner Bürger ab, die Behörden zu bestimmten Schutzmaßnahmen vor Terror-Angriffen auf atomare Anlagen zu verpflichten. Welche Schutzmaßnahmen der Staat ergreife, beruhe auf Einschätzungen der Sicherheitsbehörden und müsse teilweise geheim bleiben, weil sonst die Maßnahmen nicht mehr effektiv seien.@ ZL Ohu in Betrieb Das Brennelemente-Zwischenlager am AKW Ohu bei Landshut ist am 11.März in Betrieb gegangen. Der erste Castor-Behälter ist eingetroffen. In dem 140 Tonnen schweren Container lagern 19 verbrauchte Brennelemente des Reaktors Isar II. 152 Castorbehälter sollen in der ZL-Halle bis zu 40 Jahre lang gelagert werden.
Obwohl das Lager so gut wie einsatzbereit sei, sei der Widerstand dagegen nicht gebrochen, hatten AtomkraftgegnerInnen noch vor einigen Tagen bei einer Demonstration vor dem ZL erklärt. Besorgte Anwohner und der Bund Naturschutz hoffen, das ZL mit einer Verfassungsbeschwerde doch noch verhindern zu können. ZL Unterweser in Betrieb Das Zwischenlager am AKWUnterweser bei Esensham ist 29.Jan.07 in den Probebetrieb gegangen. In dem 40 Millionen Euro teuren Bau sollen zukünftig abgebrannte radioaktive Brennelemente bis zur Inbetriebnahme eines noch nicht absehbaren Endlagers aufbewahrt werden. anti-atom-aktuell.de |