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Erstes deutsch-französisches Urantransportetreffen in Trier Urantransporte von Südfrankreich nach Gronau stoppen ! Auch anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und dem Rheinland nahmen am vergangenen Sonntag am Ersten deutsch-franzsösischen Urantransportetreffen in Trier teil. Die Delegierten aus zahlreichen Städten in Frankreich und Deutschland vereinbarten, in Zukunft durch gemeinsame Aktionen auf einen völligen Stopp der Urantransporte vom südfranzösischen Pierrelatte zur bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau hinzuarbeiten. „Die Urantransporte per Bahn laufen derzeit völlig geheim, bergen ein großes Gefahrenpotenzial für Bahnreisende und Anwohner und dienen einzig und allein dem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken weltweit. Wir sind uns grenzüberschreitend einig, dass diese bisher stark verharmlosten Atomtransporte gestoppt werden müssen. Die internationale Vernetzung der Anti-Atomkraft-Initiativen ist mit dem Treffen in Trier ein gutes Stück vorangekommen,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Zum Hintergrund: Derzeit rollen ca. alle zwei-drei Wochen Urantransporte mit Natururan in Form von Uranhexafluorid (UF6) von Südfrankreich über Lyon-Dijon-Nancy-Metz-Trier-Koblenz-Bonn-Köln-Düsseldorf-Duisburg-Oberhausen-Gelsenkirchen-Recklinghausen-Lünen-Hamm-Lünen-Coesfeld-Ahaus nach Gronau. Diese Transporte stellen in Deutschland den ersten Schritt in der Atomspirale dar. Gerät UF6 mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt, entsteht unter anderem die hochgiftige und absolut tödliche Flusssäure. In Gronau wird das Uran von der international agierenden Firma Urenco angereichert. In Deutschland beteiligen sich RWE und E.ON zu je 50% an dem Anreicherungsgeschäft. Die Atomkraftgegnerinnen warnten auch davor, dass in Zukunft von Gronau verstärkt Rücktransporte von abgereichertem UF6, dass bei der Anreicherung als Abfall entsteht, nach Pierrelatte zu erwarten sind. Dort soll das UF6 in das stabilere Uranoxid umgewandelt werden, bevor es erneut per Bahn quer durch Europa nach Gronau zur „Zwischenlagerung“ rollen soll. Dazu baut die Urenco in Gronau derzeit ein großes Lager für 50 000 t Uranoxid. „Dann wird es wöchentlich Atomtransporte von und nach Gronau geben - mitten durch die Hauptbahnhöfe und durch Wohngebiete - ohne dass die Betroffenen etwas erfahren sollen,“ warnte Matthias Eickhoff von der Gruppe SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster. Konkret vereinbarten die Atomkraftgegnerinnen in Trier folgendes:
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