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Montagefehler bei sicherheitswichtigen Dübeln im AKW Gundremmingen gefunden! Sie spielen mit unserer Sicherheit! PM-FORUM vom 26.10.06 Mit einer mehr verhüllenden als aussagenden Pressemitteilung versuchte das AKW Gundremmingen am 25.10.06 die Entdeckung eingebauter Fehler in Deutschlands größtem AKW zu bagatellisieren. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die fehlerhaft montierten Dübel vom Typ Hilti HDA-T bei einer starken Belastung der Reaktordampfleitung ausreißen. Ein katastrophaler Unfall wäre dann möglich. Die bisher erfolgten Informationen des AKWs Gundremmingens sind unklar und stehen teilweise im Widerspruch zu ebenfalls bruchstückhaften Aussagen des Bayerischen Umweltministeriums. Hintergrund und Vorgeschichte Am 18. und 19. Oktober meldeten Zeitungen, daß die RWE als größter deutscher Stromerzeuger (5 AKW-Blöcke: Biblis A u. B, Gundremmingen B u. C, Emsland = Lingen) beide Atommeiler in Biblis abschalten mußte. Fehlerhaft montierte Schwerlastdübel gefährdeten bei starken Erschütterungen die Stabilität wichtiger Kühlleitungen. RWE wolle, um den teuren Einkauf von Fremdstrom zu vermeiden, andere Kraftwerke hochfahren, hieß es. Am 19. Oktober meldete das Bayerische Umweltministerium, daß nach Hinweisen aus anderen Kernkraftwerken in den Blöcken Gundremmingen B und C „nicht spezifikationsgerechte Dübel“ gefunden wurden. Bezeichnend die irreführende Aussage der Bayerischen Aufsichtsbehörde: „Radioaktivität wurde nicht freigesetzt. Der sichere Betrieb des Kraftwerks ist nicht beeinträchtigt.“ Es fehlen Aussagen, welche Rohrleitungen mit diesen fehlerhaften Dübeln aufgehängt sind und wie viele der Dübel überhaupt geprüft wurden. Keine Aussage erfolgt, warum Aufsichtsbehörde und TÜV bei der Kontrolle der Dübelmontage den Fehler nicht bemerkt haben. In Gundremmingen läßt man, vermutlich getrieben durch die Essener Konzernzentrale, die Reaktoren trotz des Wissens um Baufehler weiter laufen. Man handelt wie ein Autofahrer, der erfährt, daß bei ihm falsche Bremsleitungen montiert wurden und der dann meint: Das lasse ich bei der nächsten Inspektion prüfen. Diese Haltung ist bei der Führung und Kontrolle von Deutschlands größtem AKW und gefährlichster Industrieanlage (zwei veraltete Siedewasserreaktoren mit jeweils nur einem Hauptkreislauf) unverantwortlich; eigentlich kriminell! Man muß daran erinnern, daß die AKWs keine risikogerechte Deckung für ihre Haftungsverpflichtungen nach leider nicht auszuschließenden Unfällen haben.
Wir fordern:
Raimund Kamm (Vorstand) aus Oekonews vom 26.10.06 anti-atom-aktuell.de |