Abmahnserie trifft völlig Unschuldige und begünstigt die Abzocker
DRK kassiert
bei Castor-Gegner ab

von Albert Doninger,
Betreiber von castor.de

Der Abmahnungsmissbrauch ist auch bei uns ein einträgliches Geschäft so berichten ab und an die einschlägigen Fachzeitschriften. Wenn es einen plötzlich selber trifft, wie im Falle der Castor-Nix-Da-Redaktion ist es dann doch vorbei mit der Gelassenheit. Uns sind 6 solcher Fälle bekannt, wobei der gleiche Brief „serienbriefmäßig“ verschickt wurde und das gleiche Logo betraf.

Seit Jahren werden auf der Internetseite ww.castor.de Vorgänge rund um das Thema Atomenergie und CASTOR-Transporte dokumentiert. Dabei wurde auch auf ein Flugblatt der Demo-Sanis aus dem Wendland hingewiesen. Diese verwandten ein Logo, das aus einem roten Kreuz mit einer geballten Faust bestand. Das war dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ein Dorn im Auge und es flatterte eine Abmahnung ins Haus des Web-Seitenbetreibers, gespickt mit Abmahnungskosten in Höhe von 2450 Euro.Dass das Logo schon seit den 1920er Jahren von linken Gruppen benutzt wurde und auch der Verfasser unbekannt ist, war kein Hinderungsgrund für eine Klage.

Die Castor-Nix-Da-Redaktion gab eine geforderte Unterlassungserklärung ab, um den Streit beizulegen.

Die 2450 Euro wollte man dann doch nicht so ohne weiteres bezahlen und so brachte die Zahlungsweigerung dem Web-Betreiber eine Klage vor dem Amtsgericht ein. Die endete mit einem Vergleich, bei dem der Beklagte doch noch 1225 Euro berappen musste. Süffisant ist dann auch der Umstand, dass das DRK immer noch ein Gesetz zur Prozesskostenbefreiung aus dem 3. Reich in Anspruch nimmt, obwohl es sich nicht als Nachfolgeorganisation des Nazi-Rot-Kreuz versteht.

Stellt sich die Frage, ob sich das DRK nun mit den Blutspenden nicht mehr „über Wasser halten kann“, wenn es mit solch fragwürdigen Abmahnungen ihre Kasse aufbessern muss. Auf jeden Fall führt ein karitativer, sozial eingestellter Verein hiermit seinen Gründungsgedanken ad absurdum.@

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