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Endlager Bure: In Bure, einem kleinen Dorf in Lothringen, soll Atommüll endgelagert werden. Seit ende der 90er Jahre wird in Bure geforscht. Die ANDRA hat ein so genanter Versuchslabor in Bure errichtet. Und die Abgeordnete in der Assemblée Nationale haben vor kurzem grünes Licht für weitere Untersuchungen gegeben. Des décibels contre la poubelle Der Widerstand hat es schwer in der Gegend, aber er organisiert sich. AtomkraftgenerInnen haben ein altes Haus gekauft und es wird Jahr für Jahr renoviert. Das Haus des Widerstandes von Bure zone libre ist offen für alle, jeder kann sich informieren, mitwirken, es ist zu einem wichtigen Bestandteil des Widerstandes geworden. Ende Juli fand 3 Tage lang auch das 2. grosse Musikfestival gegen die Endlagerung statt. Dieses Jahr wurde das Festival von Tausende besucht. Ungefähr 30 engagierte Bands haben gespielt, unter andrem die „Stop Bure Brothers and Sisters Engagierte Jugendlichen vom Zirkus Gones begeisterten Kinder und Erwachsene. Forums mit Podiumdiskussionen zu diversen Themen rund um Atomkraft und ziviler Ungehorsam gehörten auch zum Festival. Das Labor der ANDRA befand sich unweit vom Festival, so dass viele AktivistInnen regelmässig hin gingen um ihren Unmut gegen die Atompolitik zum Ausdruck zu bringen. Am Sonntag fand eine Abschlusskundgebung vor dem Labor statt. Über 1000 Menschen versammelten sich dort. Totengräber für die in der „Transpositionszone“ liegenden Dörfern wurden errichtet. Während dessen wurde eine kleine Mauer quer über die Zufahrtstrasse gebaut. Das ist inzwischen zu Tradition geworden. In Bure gibt’s ja Steine ohne Ende. Die Demonstration verlief friedlich die Polizei blieb relativ zurückhaltend. Bestimmt auf Grund der Anwesenheit der Presse. Militärische Polizei und Repression Die Gendarmerie (militäische Polizei, ist Teil der Armee und hat die entsprechende Ausbildung) und ihre Spezialeinheit „Gardes mobiles“ war dieses mal im Einsatz. Die Gendarmerie hat immer wieder versucht die Einwohner einzuschüchtern. Einheimischen, die sich letztes Jahr an das Festival beteiligten, wurden zum Beispiel wenige Monate später zu einem Gespräch von der Polizei vorgeladen Viele AktivistInnen liessen sich nicht einschüchtern und gingen zur Endlager-Baustelle hin, um dort zu protestieren. Aber sie bekamen schon am Donnerstag abend, ein Tag vor Anfang des Festivals, die grausame Repression zu spüren. Etwa 50 DemonstrantInnen hatten sich versammelt, als die Gardes Mobiles eingriffen. Dieses mal, kein Trännengas wie letztes Jahr aber 4 AktivistInnen wurden festgenommen. Sie blieben 48 Stunden in Gewahrsam in Bar le Duc und wurden dann in U-Haft genommen. Am Dienstag darauf mussten sie sich vor Gericht verantworten (Schnellverfahren, ohne richtige Veteidigung möglich). Vorwurf? Steinewerfen, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Die 4 AktivistInnen wurden von der Polizei gezielt festgenommen, weil sie als „Rädelsführer“ der libertären Antiatom-Bewegung gelten Die Veranstalter des Festivals und weitere Bündnisse haben sehr schnell reagiert. Es wurde für die Freilassung der DemonstrantInnen demonstriert, Pressemitteilungen geschrieben, ein offener Brief an die Staatsanwaltschaft wurde verschickt. Die AktivistInnen, die aus dem Westen Frankreichs stammen, sind zu Haftstrafen von 6 - 10 Monaten verurteilt worden verbunden mit dem Verbot, während der nächsten zwei Jahre die Déprtements Meuse und Haute-Marne zu betreten. Der Druck durch die Öffentlichkeit hat möglicherweise dazu geführt, dass die Haftstrafen der 4 AktivistInnen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem wurden sie zu Geldstrafen verurteilt.
Eine Soligruppe versucht Ihnen zu helfen. Spenden sind willkommen: Cacendr
Bure est partout,Bank: La Poste CCP Nancy Kontonummer: NCY 06 228 44 G 031 Stichwort „proces Bar le Duc“ internationale Kontoidentifizierung: IBAN: FR1820041010100622844G03127 BIC: PSSTFRPPNCY Bure ist überall. |