| Sellafield: Neue schwerwiegende Sicherheitsmängel aufgedeckt
Homer Simpson in Sellafield Erneut ist die britische Plutonium-Fabrik Sellafield in den Schlagzeilen: Von der Nachrichtenagentur AFP wird am 2. Oktober 05 über „schwere Sicherheitsmängel“ in der Atomanlage berichtet, die britische Experten als „potenziell gefährlich“ eingestuft haben. Für uns keine überraschende Erkenntnis: Homer Simpson arbeitet in Sellafield! „In der britischen Atom-Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sind nach Informationen des „Independent on Sunday“ schwere Sicherheitsmängel festgestellt worden. Experten hätten die Anlage an der Nordwestküste Englands als „potenziell gefährlich’“ eingestuft, heißt es dem Bericht. Ihr Bericht sei eine schockierende Anklage der Wiederaufbereitungsanlage, in der atomare Abfälle für die Lagerung behandelt werden. Die Aufsichtsinstanz British Nuclear Fuel (BNFL) erklärte in einer ersten Stellungnahme, Sicherheit habe in Sellafield oberste Priorität.“ (AFP) Die britische Regierung hat, laut AFP unter Berufung auf einen Artikel des „Independent on Sunday“, BNFL jetzt dazu verpflichtet, die „Funktionsweise“ der Plutonium-Fabrik Sellafield in „Abstimmung mit der französischen Wiederaufarbeitungsfirma Cogema“ zu überprüfen. Augenscheinlich hat die britische Regierung mehr Vertrauen in die AREVA/Cogema, die bekanntlich die Plutonium-Fabrik im französischen La Hague betreibt, als in die eigene BNFL... Nach der AFP-Meldung sind die „wissenschaftlichen Grundlagen“, nach denen die Plutonium-Fabrik Sellafield arbeitet, unseriös. In Sellafield Beschäftigte haben darüber informiert, daß die Sicherheitsvorschriften nicht korrekt eingehalten werden. So seinen „Kabel von Roboterarmen durchschnitten“ worden und „in dafür ungeeignete Behälter hoch radioaktive Substanzen abgefüllt „ worden... „Die britische Regierung habe BNFL dazu verpflichtet, die Funktionsweise von Sellafield in Abstimmung mit der französischen Wiederaufarbeitungsfirma Cogema zu überprüfen, heißt es in dem von der Zeitung zitierten Bericht weiter. Die wissenschaftlichen Grundlagen, auf denen die Arbeit in Sellafield beruhe, seien fragwürdig, aus Schilderungen von Beschäftigten gehe hervor, dass die Sicherheitsvorschriften nicht korrekt beachtet würden. So seien Kabel von Roboterarmen durchschnitten worden und in dafür ungeeignete Behälter hoch radioaktive Substanzen abgefüllt worden.“ (AFP) Quelle:
Rückblick:
http://de.news.yahoo.com/051002/286/4plr7.html vom 2. Okt.05
Bereits am 09.05.05 war in den Medien berichtet worden, daß es in der Thorp-Anlage von Sellafield zu einem schwerwiegenden Unfall gekommen war: Dabei waren „20 Tonnen Uran und Plutonium in konzentrierter Salpetersäure durch ein gerissenes Rohr ausgelaufen“. „Der Plutonium-Anteil beträgt ‘200 Kilogramm’, ‘was für 20 Atombomben ausreichen würde’. „ - Ein Teil der Plutonium-Fabrik in Sellafield war nach dem Unfall stillgelegt worden. Die Aufräumarbeiten werden wahrscheinlich noch Monate dauern... Kurz angemerkt: Um exakt diese Anlage zur Verglasung von hochradioaktivem Flüssigatommüll in Sellafield geht es in dem internen Report, über das die britische „Independent of Sun“ aktuell berichtet... |