| WAK Karlsruhe: 2006 beginnt Testlauf zur Verglasung von Atommüll.
Atomsuppe soll bis 2008 „entsorgt“ werden Nach einem Bericht auf VERIVOX und von SWR.de vom 28.09.05 soll Anfang 2006 in der stillgelegten Wiederaufarbeitungs-Anlage Karlsruhe (WAK) mit dem Testlauf zur späteren Verglasung von dort gelagerten hochradioaktiven Abfällen begonnen werden. Die WAK war ursprünglich als „Pilotanlage“ für eine spätere „kommerzielle Großanlage“ im bayerischen Wackersdorf geplant gewesen. Zu deren Realisierung war es jedoch wegen aufgrund der erfolgreichen Anti-Atom-Proteste nicht gekommen. Die in den Hochsicherheitsbunkern der WAK lagernde, rund 70 000 Liter umfassende „Atomsuppe“ ist nach Expertenangaben eine atomare Altlast aus 20 Jahren Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken. Sie muss ständig gerührt werden, um ein Überhitzen zu vermeiden. Durch die ‘Verglasung’ soll flüssiger Atommüll in eine feste Form überführt werden, es entstehen die sogenannten ‘Glaskokillen’ (wie zum Beispiel in der Plutonium-Fabrik im französischen La Hague. Der Sprecher des (Kern)Forschungszentrum Karlsruhe] bestätigte daß die Anlage von den Genehmigungsbehörden grünes Licht zur Einrichtung eines so genannten Transport- Bereitstellungsplatzes für sechs Castor-Sicherheitsbehälter bekommen hat. In den Castorbehältern vom Typ HAW20/28 CG soll die verglaste ‘Atomsuppe’ bis zum Abtransport in ein atomares Zwischenlager in Gorleben oder Ludmin bei Greifswald aufbewahrt werden. Der Bereit-stellungsplatz ist nach Angaben des Forschungszentrums mit einer Beton-Ummantelung versehen.“ Laut dem Stuttgarter Umweltministerium handelt es sich hierbei jedoch um „kein Zwischenlager im atomrechtlichen Sinn“... Sondern um eine ‘längerfriste Transportbereitstellungs-Lagerung’?! Der Atommüll-Transport nach Gorleben oder Lubmin soll bis 2008 durchgeführt sein Da die Atommüll-Behälter in größeren zeitlichen Abständen mit den Glaskokillen beladen werden und um „unnötige Bahntransporte zu vermeiden“ soll nach Beendigung der „Verglasungsaktion“ ein einziger Transport erfolgen. Daher wird mit einer insgesamt „etwa eineinhalb Jahre“ dauernden Lagerung des verfestigten Atommülls vor Ort gerechnet. Das Umweltministerium in Stuttgart geht davon aus, daß der Atommüll „bis 2008“ nach Gorleben oder Greifswald-Lubmin abtransportiert worden ist.@ |