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Erklärung zu den abgefackelten Firmenwagen von DB und BEWAG: wir sind netter als unser Ruf Jetzt wird’s heiß! peng-zong-kollektivautonome gruppen Wir haben in den frühen Morgenstunden des 1.2.2005 mehrere Firmenwagen der Deutschen Bahn AG und der BEWAG in Berlin-Friedrichshain und Berlin-Treptow angezündet. Beide Konzerne profitieren von der Atomenergie. Wir sind radikale Linke, die sich (auch) im heterogenen anti-Atom-Widerstand einmischen: Wir sind netter als unser Ruf und wir bleiben in Bewegung.
Wir denken nicht, daß sich das BRD-Atomprogramm mit Lobbyarbeit erklären oder bekämpfen läßt. Der anti-Atom-Widerstand hat seit Jahrzehnten gute Argumente gegen AKWs, Uranabbau, Atomtransporte etc. Die Gefahren dieser Technologie sind nicht nur in der anti-Atom-Bewegung bekannt. Uns fehlen nicht die Argumente, uns fehlt Gegenmacht. Ein Blick auf die Stärken und Schwächen der anti-AtomBewegung ist für uns deshalb interessanter als eine Kritik am Atomforum. Aus dieser Perspektive begrüßen wir die Initiative WiderstandsMix, welche parallel zur Tagung im Maritim-Hotel Diskussionsveranstaltungen und Aktionen organisiert hat, bei denen nicht nur „über die da oben“ gejammert wird. Außerdem bricht die Initiative mit der Routine, nur noch während der alljährlichen Anti-Castor-Proteste im November aktiv zu werden. Wir haben uns deshalb über die Initiative gefreut und sehen unsere Aktionen als Teil des Mixes. Sie sollen ein bisschen militante Hintergrundmusik (Punkrock) zum Flugblattverteilen und Kundgebungen-Abhalten sein (oft eher Blues, finden wir). Wir finden unsere Aktionen nicht automatisch wichtiger oder besser. Sie bringen aber unseren Hass auf die herrschende Ordnung oft besser zur Geltung. Wir verabscheuen diese Ordnung auch, weil sie Tote billigend in Kauf nimmt, wenn es sich rechnet oder wenn es der Aufrechterhaltung von Ausbeutung and Herrschaft dient. Billigend in Kauf genommen wurde zum Beispiel der Tod von Sébastien Briat. Er wurde am 7. November 2004 in Frankreich während einer Widerstandsaktion vom Castor-Zug überrollt. Wut und Trauer über diesen sinnlosen Tod waren eine Motivation für unsere Aktionen. Nach dem Tod von Sébastien forderten Rebecca Harms, Jürgen Trittin und andere Politiker/innen von der anti-Atom-Bewegung, sie solle ihre Aktionsformen auf Demonstrationen und Kundgebungen zusammenkürzen. Den Gefallen werden wir ihnen nicht tun. Wir werden uns weiterhin mit den Mitteln einmischen, die wir für richtig halten. Diese liegen auch weiterhin innerhalb des Konsens der anti-AtomBewegung, keine Menschenleben zu gefährden. Nach dem „Atomkonsens“ hat der anti-Atom-Widerstand eher an Schärfe verloren. Das Ziel linksradikaler Politik sollte momentan sein, alternative Vorstellungen von gesellschaftlichen Verhältnissen gegenüber dem herrschenden Konsens wieder denkbar zu machen. Auch gegenüber dem Atomkonsens. Das kann nicht nur, aber auch durch militante Aktionen geschehen. Wir würden uns freuen, wenn sich wieder mehr Gruppen an militanten Aktionen beteiligen oder eigenständig aktiv werden. Wie gesagt, wir für unseren Teil bleiben in Bewegung.
aller Atomanlagen weltweit. Für eine weniger verrückte Welt - Kapitalismus abschaffen. @
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