2. Fachgespräch zur Situation im

Atommüll-Endlager Asse II


Die Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel ist das erste deutsche atomare Endlager, das endgültig stillgelegt werden soll. Aus diesem Anlass sollen ethische, geologische und juristische Aspekte des Endlagers von Betreibern und kritischen Wissenschaftlern diskutiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Hintergrund

Im ehemaligen Salzbergwerk Asse II wurde von 1967 bis 1978 Atommüll eingelagert, insgesamt 126.000 Fässer. Mittlerweile sind große Teile des Bergwerks mit Salz verfüllt und nicht mehr zugänglich. Die heute im Salz eingeschlossenen Stoffe werden über 10.000de von Jahren weiter strahlen. Im Sommer dieses Jahres will die GSF als Betreiberin der Anlage den Abschlussbetriebsplan und den Langzeitsicherheitsnachweis für die endgültige Stilllegung vorlegen. Vorgesehen ist eine „wartungsfreie Endlagerung“.

Wie soll die Gefahr radioaktiver Verseuchung von Umwelt und Grundwasser über diesen unüberschaubaren Zeitraum hin gebannt werden? Zur öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Stilllegungskonzept und zur Vorbereitung der Diskussion des Langzeitsicherheitsnachweises veranstalten AAA und aufpASSEn e.V. das 2. öffentliche Fachgespräch zu Asse II, in dem die GSF als Betreiberin, Sachverständige von weiteren mit der Asse befassten Institutionen sowie kritische Wissenschaftler und unabahängige Sachverständige Stellung zu den mit der Stilllegung entstehenden Fragen nehmen sollen. Damit wird der im Oktober 2001 mit dem 1. Fachgespräch  begonnene öffentliche Dialog fortgesetzt. (Die Beiträge dieser Veranstaltung sind dokumentiert unter www.aaa-wf.de)

Auch die juristisch/politische Frage, ob es nicht an der Zeit ist, doch noch ein Planfeststellungsverfahren zur Stilllegung durchzuführen oder ob die Belange der Bevölkerung in dem aktuellen Konzept von GSF und NMU genügend berücksichtigt werden, soll auf breiter Basis erörtert werden. Zu dieser Diskussion sind auch Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker eingeladen. Eingeladen sind u.a. VertreterInnen von GSF, BMBF, BMU, NMU, Landesbergamt, BfS, GRS, DBE, BGR, NLfB, Bundes-, Landes- und Lokalpolitik, Gemeinden, Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen

Das Fachgespräch findet statt am Sonnabend, 23.4.2005, 9 - 17 Uhr im Tagungshaus des Landeskirchenamts Wolfenbüttel, Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, 38300 Wolfenbüttel

vom Bahnhof zum Kirchencampus:
Linie 794 ab 7.22 stündlich; 799 ab 7.51 stündl.
bis Haltestelle Zeughausstr. (Lindener Straße)

zurück zum Bahnhof:
794 nur bis 12.56, 799 nur bis 12.26.
Linie 790 ab 14.37 stündlich.

Veranstalter:
Bürgerinitiative Aktion Atommüllfreie Asse und aufpASSEn e.V., Wolfenbüttel

Moderation:
Petra Wassmann, Präsidiumsmitglied des NABU-Bundesverbandes

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung.


Aktion Atommüllfreie Asse

Zur AAA - Aktion Atommüllfreie Asse - hat sich eine Gruppe aus bereits bestehenden Initiativen sowie von unabhängigen Bürgerinnen und Bürgern aus Wolfenbüttel und seinem Umland im Dezember 1989 zusammengeschlossen. Die AAA möchte mit Informationsmaterial, Informationsständen, öffentlichen Veranstaltungen und anderen Aktivitäten auf die Probleme aufmerksam machen, die das Atommüll-Endlager für die Region verursacht. Die AAA setzt sich ein für eine Politik der dringend notwendigen Energiewende - weg von der Atomtechnologie, hin zur umweltverträglichen Energieversorgung.

aufpASSEn e.V. hat sich als überregionaler Zusammenschluss im September 2003 gegründet. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, über Information und öffentliche Diskussion den verantwortungsvollen Umgang mit den radioaktiven Stoffen in Asse II zu fördern. Er will zudem Konzepte entwickeln, wie der Informationsfluss über radioaktive Hinterlassenschaften zu den Menschen in ferner Zukunft gewährleistet werden kann.

Kontakt
Margret Toepfer, 05331 78440, Fax 979288
Ursula Kleber, 05332 3547, Fax 6224
info@aaa-wf.de
http://www.aaa-wf.de
http://www.aufpassen.org

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