Was DU gegen den Castor-Transport TUN kannst:
Informieren, Demonstrieren, Blockieren

Was gibt s Neues
in Sachen Atomkraft?

Die Atomindustrie arbeitet weltweit an der Weiterentwicklung und dem Ausbau ihrer verheerenden Technologie. In Finnland wurde mit dem Bau eines neuen Atomkraftwerks begonnen, auch in Frankreich steht ein AKW-Neubau kurz bevor. Dabei handelt es sich um einen bisher ungetesteten Prototyp einer neuen Reaktorgeneration, den Europäischen Druckwasserreaktor (EPR). Dieser von Siemens und Framatome entwickelte Reaktor soll nach seinem Bau in Europa in alle Welt exportiert werden. In China sind in den nächsten zwölf Jahren 60 (!) neue AKW geplant, jedes Jahr fünf Stück. Auch in Deutschland mehren sich die Stimmen aus Politik und Wissenschaft, die von einem Neubau von Atomkraftwerken reden.

Wo der dabei produzierte strahlende Müll hin soll, weiß immer noch niemand. Es gibt in Europa mehrere Orte, an denen geologische Untersuchungen laufen. Diese Standorte sind alle nicht für die langfristige Lagerung von hochradioaktivem Müll geeignet. Trotzdem werden sie als Endlagerstandorte ins Spiel gebracht.

Zum Beispiel Bure in Frankreich: Ein kleiner Ort in Lothringen, kaum 250km von der französisch-deutschen Grenze entfernt. Schon bei den Probebohrungen entstanden zahlreiche Risse im Gestein, aber es ist der einzige Ort in Frankreich, an dem geforscht wird. Und irgendwie wird es schon gehen, oder?

Zum Beispiel Benken in der Schweiz: Unweit des Rheins laufen Untersuchungsarbeiten für ein Endlager. Damit werden der Rhein und mit ihm mehrere Millionen Menschen der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung ausgesetzt.

Und Gorleben? Der Salzstock in Gorleben ist als Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll immer noch nicht vom Tisch. Deshalb werden im November 2004 zwölf Behälter dorthin geliefert.

Eine der offensichtlichen Schwachstellen der Atomtechnologie ist die fehlende Möglichkeit zur Jahrtausende langen Endlagerung des Strahlenmülls aus den AKW.


Widerstand gegen den Gorleben-Castor
im November!

Es wird also Zeit, aktiv zu werden. Deshalb leistet Widerstand auf allen Ebenen!

Zum Castor-Transport wird es im Südwesten erneut ein Widerstandscamp nahe des AKW Philippsburg geben. Das Camp liegt in unmittelbarer Nähe von zwei der drei möglichen Transportstrecken des Castor-Zugs durch Süddeutschland. Wenn die dritte Strecke gewählt wird, kann mensch trotzdem mit dem Auto rechtzeitig dorthin kommen. Oder am AKW Philippsburg Aktionen machen. Der Widerstand richtet sich schließlich nicht nur gegen den Castor-Transport, sondern gegen die Atomtechnologie insgesamt. Der Ort ist also sehr gut geeignet, die ganze Atom-Problematik zu thematisieren — theoretisch und auch praktisch.

Das Camp ist nicht nur Widerstandsort, sondern auch ein Platz, an dem wir unsere Vorstellungen von selbstbestimmtem Leben für einige Tage verwirklichen können. Das Zusammentreffen mit anderen Leuten ermöglicht es, sich über den Widerstand und die Alternativen zur Atomkraft auszutauschen und gemeinsam umzusetzen. Auf dem Camp gibt es eine Vokü, für warmes Essen ist also gesorgt. Für Diskussion, Musik, Filme und Lagerfeuer wird es auch Platz geben.

Der Widerstand findet entlang der ganzen Transportstrecke statt, nicht nur im Wendland. Es wird in Süddeutschland neben dem Camp auch an anderen Orten Anlaufpunkte geben. Eine aktuelle Liste mit weiteren Infos gibts im Netz unter www.castor-stoppen.de oder beim Infotelefon Süd unter 0175-7112894.

Bisher bekannte Aktionspunkte am Transporttag Weitere Informationen:
www.castor-stoppen.de
0175 - 711 28 94

Termine

Bei Redaktionsschluss dieses Flugblatts stand der Transporttermin noch nicht fest. Erwartet wird der Castor-Zug in Deutschland momentan ab dem 08. November. (Stand: 03.10.2004) Und darauf sind auch die Termine ausgerichtet. Aber sie können sich kurzfristig ändern.

++ evtl. Terminänderungen: www.castor-stoppen.de    Infotelefon 0175 - 711 28 94 ++
  • Ab Samstag, 06. November 2004 bis zur Durchfahrt des Castors: Widerstands-Camp in Oberhausen.
     
  • Samstag, 06. November 2004, 14 Uhr: Aktionsgeladene Auftaktdemonstration im Süden. Treffpunkt Bahnhof Wiesental. Anschlieend Konzert mit dem „Rebel boys soundsystem“ auf dem Camp in Oberhausen.
     
  • Sonntag, 07. November 2004, 14 Uhr: Schienenspaziergang in Maximiliansau. Treffpunkt S-Bahnhof Maximiliansau West.
     
  • Montag, 08. November 2004: Der CASTOR wird an der deutsch-französischen Grenze bei Lauterbourg erwartet.

Wie komme ich zum Camp?
Das Camp befindet sich in Oberhausen-Rheinhausen zwischen Mannheim und Karlsruhe.
Mit dem Zug: Bis zum Bahnhof Waghäusel. Dann den Westausgang nehmen (Richtung Feld), rechts halten und der Ausschilderung „Camp“ folgen.
Mit dem Auto: Von der A5: Ausfahrt Kronau. Richtung Waghäusel/Philippsburg, durch Kirrlach durch, Waghäusel links liegen lassen, dann rechts und sofort wieder links. Über die Brücke, dann die erste rechts. Das Camp liegt auf der linken Seite. Von der B36: Ausfahrt Waghäusel/Freizeitzentrum Erlichsee, dann rechts über die Brücke.
Bei Problemen: 0175 - 665 40 93

Was soll ich mitbringen?
Alles was du zum Wohlfühlen brauchst. Insbesondere warme regenfeste Kleider, Schlafsack, Isomatte, Zelt, Musikinstrumente, Personalausweis.

Und was nicht?
Tiere, Drogen, Adressbücher.

Spendenkonto
Widerstand kostet Geld. Camp und Flugblatt gleichermaßen.
Bitte spendet:
Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen
c/o P. Hofmeister Konto: 452 501 859
Postbank Nürnberg BLZ: 760 100 85

Aktuelle Infos
Infotelefon Süd: 0175 - 711 28 94
Camptelefon: 0175 - 665 40 93
www.castor-stoppen.de (auch EA)
http://neckarwestheim.antiatom.de
www.castor.de
www.x1000malquer.de

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