| von der attac-Gruppe Wendland
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir fordern Euch auf, an der nächsten Auftaktdemo im November 2004 und - nach Euren Möglichkeiten - an den weiteren Protestaktionen gegen die Atommülltransporte im Wendland teilzunehmen (etwa von Sa. 6.11.04 bis Mi./Do.). Eure Solidarität mit dem Widerstand gegen die Atomindustrie ist enorm wichtig!
Wir protestieren gegen die Atomenergie,
- weil diese umweltzerstörend und Tod bringend ist,
- weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist,
- weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,
- weil sie zwangsläufig einen demokratiefeindlichen Polizei- und Überwachsungsstaat mit sich bringt,
- weil sie auf’s Engste mit der Atombombe und der globalen Verseuchung verknüpft ist (Uranmunitioneinsatz in Jugoslawien, Irak),
- weil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann (der Salzstock Gorleben ist -gutachterlich untermauert- völlig ungeeignet),
- weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen und dafür unsere Grundrechte opfern,
- weil das Gerede vom Atomausstieg eine Lüge ist, vielmehr wird die Atomindustrie nach wie vor hoch subventioniert,
- weil Milliarden dafür ausgegeben werden, die besser für unsere Kinder und soziale Aufgaben eingesetzt würden.
Wenn der Castor rollt, herrscht im Wendland der Ausnahmezustand: 20.000 Polizisten gegen 50.000 Einwohner. Die Medien-Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeschlossen oder polizeilich gesteuert. Das darf es nicht mehr geben!
Gegen Kriminalisierung und den Abbau der Grundrechte hilft nur eins:
Kommt alle im November ins Wendland, wenn der Atommüll aus dem französischen La Hague in nicht genehmigten Behältern quer durch die Republik nach Gorleben rollt. Denn: lieber mit Spaß aktiv, als todtraurig radioaktiv. Der wirksamste Schutz der Grund- und Freiheitsrechte besteht darin, sie aktiv wahrzunehmen und zu verteidigen.
Im Wendland ist der Widerstand lebendig. Es ist für alles gesorgt: Übernachtungsmöglichkeiten in Camps oder Familien (manchmal auch bei der Polizei), Verpflegung, Musik, Spaß und Aktion...
Wir fordern:
Schützt uns, nicht die Atomindustrie!
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