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aaa-uftakt
Vielleicht liegts daran, daß wir von Kindesbeinen an mit Kasperle-Theater vertraut sind: kaum tritt die böse Hexe auf und verkündet, wenn sie zu sagen hätte, gäbe es wieder AKWs, sind wir gespannt, wie die Guten uns vor der Atomkraft retten. Taucht dann noch das Krokodil Vattenfall auf, von dem klar ist, daß es sowieso alle fressen will, und möchte den Windmühlen den Garaus machen, fiebern wir mit dem schlauen Kasper Jürgen um unsere ökologische Energieversorgung. Ist Clement der Seppel, vielleicht einfältig, aber im Prinzip gut? Oder ist er der Räuber? Diese Frage bringt noch ein bißchen Spannung in die Dramturgie. Ansonsten ist das Geschehen überschaubar: das Gute kämpft gegen das Schlechte, und die Sympathien des Publikums sind eindeutig verteilt. Die Vorstellung, daß die Dummheit mit der Bosheit ringt, paßt schlecht zu diesem Muster öffentlicher Wahrnehmung. Das macht es für die anti-Atom-Bewegung manchmal schwierig: wie kann sie in einem Stück mitspielen, wo Kasperfiguren derart dominieren? Dabei wäre es - wie bei einem gelungenen Kindergeburtstag - doch viel lustiger, wenn nicht alle brav auf ihrem Platz als Zuschauerin oder Zuschauer sitzen bleiben würden. (Wir verkneifen es uns, den Appell zur Einmischung auszusprechen.) ciaaao Ende |