| Energieversorger
dem Wettbewerb ausgeliefert Strom als ganz normale Handelsware
Bis vor ca. einem Jahr fanden sich in den
Zeitungen höchstens mal kleinformatige Anzeigen des Informationskreises Kernenergie, in
denen die Überlegenheit deutscher Atomenergie demonstriert werden sollte. Nun ist in der
deutschen Energiewirtschaft eine Veränderung eingetreten, und die läßt sich deutlich am
Anzeigenaufkommen in Tageszeitungen, Zeitschriften und Fernsehen ablesen. Die
Energieversorgungsunternehmen (EVU) werben mit bunten Bildern und häufig flott
formulierten Texten für ihre innovative Leistungsfähigkeit. Was ist geschehen?
Am 29. April 1998 ist das neue deutsche
Energierecht in Kraft getreten. Das vorher geltende Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) aus
dem Jahre 1935 beinhaltete als wesentlichen Bestandteil die Festschreibung der
Gebietsmonopole; die EVU waren ausdrücklich vom Kartellrecht ausgenommen. Sie waren also
in ihrem Territorium alleine für die Stromversorgung zuständig; diese Monopole verhalfen
ihnen - trotz staatlicher Preisaufsicht - zu immensen Gewinnen. Der Satz
"Stromverkauf ist wie eine Lizenz zum Gelddrucken" umschreibt die Situation
eindrücklich.
Obwohl es in Deutschland nahezu tausend
Stromversorgungsunternehmen gab, hatten sich auf dem Stromsektor die acht (nach dem Fall
der Mauer neun) großen Monopol-EVU herausgebildet, die gnadenlos den gesamten Strommarkt
beherrschten und ihm - unterstützt von der Politik, mit der sie vielfach personell und
kapitalmäßig verflochten war und noch heute ist - ihre Regeln aufzwangen.
Mit dem neuen Energierecht sind die Tage der
Gebietsmonopole in der Stromwirtschaft gezählt. Ab sofort kann (rein theoretisch) jeder
Stromverbraucher seinen Versorger selbst wählen. Ziel der Gesetzesnovelle - die noch
unter dem FDP-Wirtschaftsminister Rexrodt zustande kam - war vor allem, daß die
Strompreise insbesondere für die Wirtschaft sinken und damit die internationale
Wettbwewerbsfähigkeit erhöht werden soll. Ob - wie so oft behauptet - alle Kundengruppen
langfristig von fallenden Strompreisen profitieren werden, ist noch unklar. Unklar ist
auch, ob die ökologische Komponente bei diesem Preiswettbewerb eine tragende Rolle
spielen wird.
Gebietsmonopole fallen
Nun finden sich nahezu täglich im
Wirtschaftsteil der Zeitungen Meldungen über Abschlüsse von Stromlieferungsverträgen
zwischen großen Abnehmern und Stromlieferanten. So hat z.B. die Energie
Baden-Württemberg AG (EnBW) im März in Düsseldorf eine Niederlassung eröffnet.
Erklärtes Ziel von EnBW ist es, nach RWE Energie die Nummer zwei in Nordrhein-Westfalen
zu werden. Vorstandsvorsitzender Gerhard Goll sagte in diesem Zusammenhang, Nutznießer
der Liberalisierung im Strommarkt solle auch der Mittelstand werden. Neben einer
Preisanpassung auf breiter Front werde generell das Angebot von Service und Dienstleistung
rund um das Kernprodukt Strom steigen. EnBW will auch das Abgeordnetenhaus in Berlin mit
Strom versorgen und hat sich beim Kartellamt über die Weigerung des örtlichen
Stromversorgers Bewag beklagt, die erforderliche Durchleitung zu verweigern. Der
Baden-Württemberger Energiekonzern gilt als einer der aggressivsten Wettbewerber auf dem
1998 liberalisierten deutschen Strommarkt. Der nordrhein-westfälische Energiekonzern RWE
kündigte bereits an, im Gegenzug auch Stromkunden in Baden-Württemberg zu akquirieren.
Die Weigerung der Bewag, die Stromdurchleitung -
zu der sie gesetzlich verpflichtet ist - zu den Kunden der EnBW vorzunehmen, begründet
diese mit fehlenden technischen Voraussetzungen, die aus der früheren Insellage von
Berlin resultieren. Die Stromtrassen würden eine Durchleitung des Stroms derzeit noch
nicht ermöglichen. Mittlerweile ist dieser Fall vor dem Kartellamt anhängig.
Der deutsche Strommarkt zählt zu den
lukrativsten in Europa. Rund 350 Milliarden Mark Umsatz machten die Energieversorger
allein 1998 mit dem Verkauf von Kilowattstunden. Fast 30 Milliarden Mark pumpten die
Stromkonzerne in den Standort Deutschland; sie verbesserten die Infrastruktur, bauten neue
High-Tech-Stromfabriken. Die Masse der Kraftwerke ist längst abgeschrieben. So schnell
werden die Manager diese Stromfabriken nicht aufgeben. Vor allem wegen des zunehmenden
Wettbewerbsdrucks rechnen sich diese Megawatt-Klötze, die Strom zu absolut günstigen
Kosten von teilweise drei, vier Pfennig pro Kilowattstunde produzieren. Weil die
Überkapazitäten inzwischen aber weit über 15.000 Megawatt (MW) betragen und der Absatz
nahezu stagniert, wird erst in zehn bis 15 Jahren mit Bedarf für neue Großkraftwerke zu
rechnen sein. Die häufig gehörte Drohung, nicht mehr in Deutschland zu investieren, ist
kaum mehr als heiße Luft.
Konkurrenz aus dem Ausland
Nach der Marktliberalisierung reißen sich in
Deutschland immer mehr ausländische Anbieter vor allem um die stromschluckenden
Industriekunden. So will das britische Unternehmen Powergen ausgerechnet im
Braunkohlerevier der RWE Energie AG wildern und in der Nähe von Köln ein Gaskraftwerk
mit einer Leistung von 1.000 MW errichten - Investitionsvolumen etwa eine Milliarde Mark.
Zum Vergleich: Mit der Braunkohle aus Garzweiler II will die RWE AG die 2.100-MW-Blöcke
im Kraftwerk Frimmersdorf bei Neuss befeuern und billigen Strom erzeugen. Drei Milliarden
Mark betragen allein die Aufschlußkosten für den 48 Quadratkilometer großen Tagebau,
noch einmal fast vier Milliarden kostet die Modernisierung des RWE-Kraftwerksparks in
Frimmersdorf. Die Konsequenz: der heftig umstrittene Braunkohletagebau Garzweiler II ist
überflüssig. Deshalb müsse niemand beunruhigt sein über die Drohung von RWE und
Rheinbraun, das Tagebauprojekt wegen der von der Bundesregierung beschlossenen Besteuerung
der Atom-Rückstellungen jetzt aufzugeben.
Knapp 80 Kilometer nordwestlich, im
münsterländischen Ahaus - bekannt als Standort eines Atommüllzwischenlagers - planen
amerikanische Investoren zwei Gas-und Dampfturbinen-Kraftwerke (GuD) mit einer Kapazität
von über 2.000 MW. Sie wollen dem Dortmunder Energieversorger VEW Kunden abnehmen.
Aufgemischt wird auch der ostdeutsche Markt, bisher fest in Händen der Veag. Der
deutsch-schwedische Energieversorger Vasa-Energy will auf dem Gelände des stillgelegten
Atomkraftwerks Greifswald-Lubmin bis zum Jahre 2002 ein modernes GuD-Projekt mit einer
Kapazität von 1.200 MW bauen.
Deutsche EVU auf Einkaufstour
Die Chefs der deutschen Energiekonzerne haben
erkannt, daß Akquisitionen und Investitionen im Ausland zwingend zur Überlebensstrategie
auf dem Markt zählen. Die PreussenElektra AG geht im Norden und im Osten Europas auf
Einkaufstour. Die Weichen hierfür hat sie schon im November 1998 gestellt, als Preag-Chef
Hans-Dieter Harig den amerikanischen Strommarkt ins Visier genommen hat: Vier Milliarden
Mark will PreussenElektra in eine Beteiligung an dem US-Konzern Southern Energy stecken.
Atomkraftwerke spielen in den zukünftigen
Planungen der Strommanager derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Vor 2010 sei kein Neubau
eines Reaktors notwendig, heißt es unisono aus den Vorstandsetagen der Konzerne. Für die
deutsch-französische Entwicklung des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) geben die
Konzerne auch nur widerwillig Geld aus, rechnet sich die Atomenergie aufgrund der riesigen
Kapitalinvestititonen gegenüber den GuD-Anlagen zur Zeit überhaupt nicht. Einzig die
Bayernwerke AG will auf Geheiß des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber und zur
Unterstützung des in München ansässigen Siemens-Konzerns einen Standort für den EPR
ausschreiben.
Gleichzeitig aber haben die Bayernwerke AG und
die österreichische Verbund dieser Tage mit dem größten russischen Stromversorger
Rossii unter Einschluß der Ukraine ein Joint-Venture angekündigt. Aus Rußland sollen
Stromlieferungen von 1.200 MW erfolgen, und zwar jeweils 600 MW für Bayernwerk und
Verbund. Die Größenordnung des jährlichen Lieferpakets entspricht der Kapazität eines
AKW. Der Erlös für Rossii wird auf 100 bis 200 Mill. DM pro Jahr veranschlagt; bezogen
auf die Kilowattstunde (kWh) könnte das Entgelt 1,5 Pf für Rossii ausmachen. Die
Bayernwerk AG kann wie Österreichs Verbund die Elektrizität für deutlich unter fünf
Pfennig pro Kilowattstunde frei Grenze beziehen. Mit Strombezugspreisen im Bereich von
drei Pfennig pro Kilowattstunde, die derzeit für die Elektrizitätsbeschaffung aus
Mittel- und Osteuropa genannt werden, und der längerfristig vereinbarten Lieferung kann
sich das Bayernwerk für den härter werdenden Wettbewerb vorzüglich positionieren. Und
die Viag-Tochter hat in Richtung Bonn signalisiert, daß die Elektrizitätsimporte eine
außerordentlich kostengünstige Option darstellen.
Das gelte vor allem für den Fall, daß
hierzulande für die Stromerzeugung die politischen Handikaps vergrößert werden sollten.
Bayernwerk-Chef Majewski verhehlte nicht, daß angesichts der Überkapazitäten in Europa
von 30.000 bis 35.000 MW das Elektrizitätsangebot aus Rußland eine besonders
wettbewerbsfähige Bezugsoption darstellt. Das Gesamtpaket ermögliche aber für
Bayernwerk und Verbund immerhin den Verzicht auf ein eigenes Kraftwerk auf
Atomenergiebasis; nicht zuletzt hierdurch verbessert sich auch die Verhandlungsposition
bei den Energiekonsensgesprächen mit der Bundesregierung. Rußlands Energieanlagen
könnten mit den Stromdevisen modernisiert werden.
Was von dieser Option tatsächlich zu halten ist,
wird sich erst in Zukunft zeigen. Vielleicht gehört sie zunächst nur in den Bereich der
Drohkulisse angesichts der Bonner Konsensverhandlungen. Den Strom über solch weite
Strecken zu transportieren rechne sich eigentlich nicht, da die Netzverluste mit
steigender Entfernung ansteigen und zudem die Gebühren für die Stromdurchleitung durch
fremde Netze auch ins Gewicht fallen.
Offene Netze
Das Herzstück der Energiereform ist der offene
Netzzugang für Verbraucher und Versorger. Die Stromversorgungsunternehmen müssen ihre
Übertragungsnetze von allen anderen unternehmerischen Aktivitäten trennen (Unbundling)
und in Zukunft als gesonderte Betriebsabteilung führen - mit eigener Bilanz, eigener
Gewinn- und Verlustrechnung und eigenen Konten. Die Netzbetreiber müssen ihre Netze
diskriminierungsfrei für Durchleitungen zur Verfügung stellen. Die
Netzzugangsbedingungen dürfen nicht ungünstiger sein, als sie in vergleichbaren Fällen
innerhalb des Stromversorgungsunternehmes selbst sind. Durch diesen diskriminierungsfreien
Netzzugang wird der Strom zur ganz normalen Handelsware.
Wie wird Strom gehandelt?
Unternehmen und Privatleute werden nun also vor
die Frage gestellt: "Wie kaufe ich Strom ein?" Hier zeigt ein Blick ins Ausland,
wie beispielsweise nach England, Norwegen, Schweden oder Kalifornien/USA, wo es bereits
liberalisierte Energiemärkte gibt, wohin die "Reise" geht. Kennzeichen eines
wettbewerblich geöffneten Energiemarktes ist, daß sich ein Spotmarkt für Strom
etabliert. Dort wird Strom zu jeweils schwankenden Stundenpreisen gekauft oder verkauft.
Die Spotpreise (Börsenpreise) sind - wie bei Aktien - in der Zeitung nachzulesen. Es
werden sich auch Termin- und Optionsmärkte zur Absicherung des Strompreises herausbilden,
analog dem vom Aktienmarkt her bekannten Derivatenhandel.
Stromhändler schon aktiv
Einige Stromhändler sind schon auf dem deutschen
Markt aktiv, um sich eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Dabei handelt es sich
überwiegend um ausländische Unternehmen wie beispielsweise ENRON Energie, Bergen Energi
und Vasa Energy. Diese Unternehmen haben bereits in ihren heimischen Energiemärkten
Erfahrungen mit dem Stromhandel gesammelt und expandieren jetzt mit diesem Know-how nach
Deutschland. Dies zeigt, wie interessant der deutsche Strommarkt für ausländische
Akteure ist.
Kosten für die Stromdurchleitung
Ob sich im liberalen Strommarkt ein florierender
Handel mit der Ware Strom entwickelt oder nicht, hängt entscheidend von den Bedingungen
für den Netzzugang ab. Die Stromnetze sind verbleibende Monopole und in der Regel von den
Beteiligten zu nutzen. Damit soll verhindert werden, daß neue Stromleitungen wie Pilze
aus dem Boden schießen. In einigen Fällen werden sich allerdings auch Direktleitungen
vom Erzeuger zum Verbraucher lohnen.
Um allen Beteiligten einen diskriminierungsfreien
Zugang zu den Stromnetzen zu sichern, haben sich der Bundesverband der Deutschen Industrie
e. V. (BDI), der Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V. (VIK) und
die Vereinigung deutscher Elektrizitätswerke e. V. (VDEW) Anfang April 98 auf eine
"Verbändevereinbarung über Kriterien zur Bestimmung von
Durchleitungsentgelten" geeinigt. Ziel der Vereinbarung ist es, einfache und
transparente Prinzipien für die Berechnung der Stromdurchleitung vorzugeben - als
Grundlage für individuelle Durchleitungsverträge zwischen Netzbetreiber und Netznutzer.
Darin ist für die Höchstspannungsebene ab einer
Entfernung von mehr als 100 Kilometern ein entfernungsabhängiger Tarif von 12,50 Mark pro
kW und Jahr vorgesehen. Auf den darunterliegenden Spannungsebenen werden die Kosten
unabhängig von der Entfernung mit Pauschalen abgegolten (sogenannter Briefmarkentarif).
Grundsätzlich sollen die Entgelte für die Netzbetreiber kostendeckend sein.
Ein Industriekunde mit Anschluß an das
Höchstspannungsnetz (220/380 kV) muß bei einer Nutzungsdauer von 6000 Stunden pro Jahr,
einer Luftlinienentfernung zum Erzeuger von 200 Kilometern und einer Durchleitungsleistung
von 25 MW mit einem Durchleitungsentgelt von rund einem Pfennig pro Kilowattstunde
rechnen. Bei einer Entfernung von 650 Kilometern verdoppelt sich der Preis auf rund zwei
Pfennig pro Kilowattstunde. Das bedeutet, daß der nur 200 Kilometer weit entfernte
Stromerzeuger einen Preisvorsprung von rund einem Pfennig pro Kilowattstunde gegenüber
dem 650 Kilometer weit entfernten Stromerzeuger hat.
Die Verbändevereinbarung soll zunächst bis zum
30. September 1999 gelten. BDI, VDEW und VIK sind sich einig, daß die Durchleitung auch
danach auf der Grundlage einer Verbändevereinbarung stattfinden sollte. Sie werden sich
daher rechtzeitig auf notwendige Änderungen aufgrund der dann zwischenzeitlich gemachten
Erfahrungen verständigen und die Gespräche so frühzeitig fortsetzen, daß ohne
Unterbrechnung eine Anschlußregelung möglich wird. Sollte sich die Verbändevereinbarung
in der Praxis nicht bewähren, wird das Bundesministerium für Wirtschaft eine
Rechtsverordnung erlassen. Aus Sicht kritischer Stromverbraucher festigt die
Verbändevereinbarung die Monopolstellung der EVU, da sie durch überzogene
Durchleitungsgebühren den Versorgerwechsel erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen.
HaushaltskundInnen werden geschröpft
Die grüne Bundestagsabgeordnete Michaele Hustedt
machte ihre eigenen Erfahrungen mit dem liberalisierten Strommarkt. Sie bezieht ihren
Strom in Bonn jetzt aus einem Windpark in der Eifel. Für diesen Strom zahlt sie statt der
bisherigen 27,49 Pfennig an die Stadtwerke Bonn 43 Pfennig. Der entscheidende Kostenfaktor
hierbei ist die Höhe der Durchleitungsgebühr, die der Stromlieferant VASA Energy
künftig an die Netzbetreiber Stadtwerke Bonn und RWE überweisen muß: sie beträgt 18,22
Pfennige. Hinzu kommen noch Meßkosten für das Ablesen des Zählers in Höhe von 69,60 DM
pro Jahr. Diese 18,22 Pfennige Durchleitungsgebühr entsprechen in keinster Weise den
Selbstkosten, die sich RWE und Stadtwerke Bonn selbstverständlich für den Betrieb der in
ihrem Besitz befindlichen Stromleitungen in Rechnung stellen müssen. Die Vergleichswerte
in Skandinavien liegen bei 4-6 Pfennigen. Grundsätzlich ist also der private Wechsel des
Stromerzeugers möglich - nur die Mehrkosten sind ein Skandal.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat
mittlerweile bundesweit ca. 60.000 Privatkundinnen und -kunden - darunter ca. 1.000
Gewerbebetriebe - registriert, die ab 2000 den Strom von einem Anbieter beziehen
wollen, der weder Atom noch Kohle und mindestens die Hälfte aus regenerativen Quellen
für die Stromproduktion einsetzt. Dieser Strom dürfe 20 Prozent mehr kosten als
herkömmlicher Strom. Zudem müssen der oder die Stromversorger eine Reihe ökologischer
Kriterien erfüllen.Derzeit ist Greenpeace auf der Suche nach einem entsprechenden
Anbieter.
Interessant an den Vorgaben von Greenpeace ist,
daß der Stromlieferant keinerlei Verflechtungen mit Atomstromkonzernen haben darf. Bis
Juni soll geklärt sein, ob es einen solchen Anbieter in Deutschland überhaupt gibt. Die
VASA Energy, die von der grünen Abgeordneten Hustedt gewählt wurde, kommt auf jeden Fall
nicht in Frage, denn die ist mit der schwedischen Vattenfall AB verflochten. Letztere
betreibt die AKW Ringhals und Forsmark.
Jürgen Siebert

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